Die Aktie von ZenaTech hat Anleger bislang enttäuscht. Nach dem Börsengang zu 4 US-Dollar (rund 3,50 €) schoss der Kurs Anfang 2025 auf bis zu 7,30 € nach oben. Seitdem folgte jedoch eine massive Korrektur. Am Montag gewinnt die ZenaTech-Aktie aktuell +4% und steht bei 1,44 €. Nach diesem drastischen Kursrückgang stellt sich die Frage: Ist damit der Boden erreicht und die Grundlage für eine neue Aufwärtsbewegung geschaffen?

Der zivile Drohnenmarkt wächst

Beim Thema Drohnen denken viele Anleger zunächst an militärische Anwendungen. Die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten haben die Bedeutung von Aufklärungs-, Kampf- und Abwehrdrohnen eindrucksvoll gezeigt.

Dabei gerät häufig in Vergessenheit, dass auch der zivile Drohnenmarkt stark wächst. Drohnen werden zunehmend für Vermessungs-, Inspektions- und Überwachungsaufgaben eingesetzt. Insbesondere bei der Kontrolle von Stromleitungen, Pipelines, Straßen oder Industrieanlagen bieten sie erhebliche Effizienzvorteile.

Gerade in schwer zugänglichen Regionen ermöglichen Drohnen eine schnellere und kostengünstigere Datenerfassung als herkömmliche Verfahren. Entsprechend dürfte die Nachfrage nach solchen Lösungen in den kommenden Jahren weiter steigen.

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Ausbau des Militärgeschäfts

Neben dem zivilen Bereich baut ZenaTech inzwischen auch seine militärischen Aktivitäten aus.

Für Überwachungsaufgaben bietet das Unternehmen die ZenaDrone 1000 an. Mit der ZenaDrone 2000 wurde zudem eine Schwerlastdrohne entwickelt, die unter anderem zur Abwehr von Drohnenschwärmen eingesetzt werden kann.

Darüber hinaus arbeitet ZenaTech an der sogenannten Interceptor-Drohne, einer vergleichsweise kostengünstigen Abwehrlösung mit Produktionskosten von rund 5.000 US-Dollar pro Einheit.

Zusätzlich errichtet das Unternehmen eine Produktionsstätte in der Ukraine und führt Gespräche mit US-Verteidigungsbehörden. Sollte daraus ein größerer Auftrag entstehen, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die weitere Geschäftsentwicklung haben.

Das eigentliche Herzstück: Drone-as-a-Service

Langfristig könnte jedoch weniger die Hardware als vielmehr die Softwareplattform den größten Unternehmenswert schaffen.

Über die KI-gestützte Plattform können Kunden die gesammelten Drohnendaten analysieren und auswerten. Dieses Geschäftsmodell wird als DaaS („Drone as a Service“) angeboten.

Der Vorteil liegt in den wiederkehrenden Einnahmen: Statt einmaliger Hardwareverkäufe entstehen langfristige Kundenbeziehungen mit kontinuierlichen Erlösen. Genau solche skalierbaren SaaS-Modelle werden an der Börse häufig mit höheren Bewertungen versehen.

Neues Standbein im SaaS-Geschäft

Zusätzlich erschließt ZenaTech mit seiner Plattform ZenaWorx ein weiteres Wachstumsfeld.

Die Software soll insbesondere bei großen Infrastruktur- und Rechenzentrumsprojekten eingesetzt werden. Angesichts des weltweiten Ausbaus von KI-Rechenzentren steigt der Bedarf an digitalen Lösungen zur Überwachung von Baufortschritten und Projektabläufen.

Mit ZenaWorx möchte das Unternehmen von diesem Trend profitieren und sich zugleich breiter aufstellen.

Starkes Umsatzwachstum

Operativ verlief das Geschäftsjahr 2025 äußerst erfolgreich. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um beeindruckende 558% auf 12,9 Millionen CA$ (kanadische Dollar).

Davon entfielen 10,1 Millionen CA$ auf das Drohnensegment. Das Enterprise-SaaS-Geschäft steuerte weitere 2,8 Millionen CA$ bei und wuchs um 43%.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber waren die zahlreichen Übernahmen. Insgesamt tätigte ZenaTech im vergangenen Jahr 20 Akquisitionen, darunter 19 Vermessungsunternehmen.

Zudem verfügt das Unternehmen über einen Cash-Bestand von rund 15 Millionen CA$. Gewinne werden bislang allerdings noch nicht erwirtschaftet.

Gerade bei jungen Wachstumsunternehmen ist dies jedoch nicht ungewöhnlich, da hohe Investitionen zunächst Vorrang vor der Profitabilität haben.

Das Geschäftsmodell von ZenaTech verbindet mehrere attraktive Zukunftsmärkte: Drohnen, künstliche Intelligenz, SaaS-Dienstleistungen und digitale Infrastruktur. Entsprechend besitzt das Unternehmen grundsätzlich erhebliches Wachstumspotenzial. Der starke Kursrückgang könnte die Basis für eine Stabilisierung bilden. Entscheidend wird nun sein, ob sich eine nachhaltige Bodenbildung entwickelt und das Unternehmen sein starkes Umsatzwachstum fortsetzen kann.

Anleger sollten allerdings berücksichtigen, dass es sich um einen sehr spekulativen Small Cap handelt. Fehlende Gewinne, hohe Wachstumsinvestitionen und die frühe Unternehmensphase führen zu einem überdurchschnittlichen Risiko – im Extremfall bis hin zum Totalverlust.

Wer eine hohe Risikobereitschaft mitbringt, findet hier jedoch einen Wert, der bei erfolgreicher Umsetzung seiner Strategie langfristig überdurchschnittliche Kurschancen bieten könnte.

Hier sei angemerkt: Wer von der immensen Rohstoffnachfrage der weltweite Aufrüstung profitieren will, findet in unserem exklusiven Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ ein US-gefördertes Unternehmen und eine Silber-Aktie mit Multibagger-Potenzial.

ℹ ZenaTech in Kürze

  • ZenaTech (WKN: A40HQQ) ist ein Unternehmen für KI-Drohnen und SaaS-Unternehmenssoftware, das ein Lösungsportfolio anbietet, mit dem Unternehmen und Behörden dabei unterstützt werden, geschäftskritische Prozesse zu verbessern
  • Seit 2017 verbesserte das Unternehmen seine Expertise in Drohnendesign, Fertigung und fortschrittlicher Software zur Innovation und Verbesserung von Inspektions-, Überwachungs-, Sicherheits-, Compliance und Außendienstprozessen ausgebaut.
  • Der Hauptsitz befindet sich im kanadischen Vancouver. Daneben werden weltweit mehrere Niederlassungen in Nordamerika, Europa, Asien und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterhalten.
  • Hauptbörsenplatz ist die Nasdaq, in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird mit 70 Millionen € bewertet.

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