why poet stock is soaring despite short-seller report

POET Technologies (NASDAQ: POET) legt heute Morgen deutlich zu, nachdem das Unternehmen rasch auf einen Shortseller-Bericht reagiert hat, der ihm vorwarf, eine „offensichtliche Aktienpromotion“ zu sein, die Insider bereichern soll, während Privatanleger mit einem „Steueralptraum“ zurückbleiben.

Laut Wolfpack Research – der Firma hinter dem Angriff – würde die Finanzstruktur von POET aufgrund ihres Status als Passive Foreign Investment Company (PFIC) für US-Aktionäre schwere IRS-Strafen auslösen.

Außerdem warf der Bericht POET vor, fast 100.000 US-Dollar an „Influencer“ gezahlt zu haben, um die Aktie zu bewerben, und argumentierte, das Unternehmen habe sein Geschäftsmodell kontinuierlich umgestellt, ohne nennenswerte Umsätze vorweisen zu können.

Trotzdem sind die Aktien von POET Technologies, inklusive der heutigen Gewinne, etwa 80 % über ihrem Jahrestief.

Warum die Antwort des Managements die POET-Aktie antreiben half

Am 20. April feiern Anleger die POET-Aktie, weil das Management die Vorwürfe nicht nur zurückwies – es lieferte zudem eine strukturelle Lösung.

Um Bedenken hinsichtlich des gefürchteten PFIC-Status auszuräumen, kündigte das Unternehmen seine formelle Absicht an, seinen Sitz in die USA zu verlegen, wodurch die Einstufung als ausländische Gesellschaft, die dieses Risiko begründet, faktisch entfallen würde.

Darüber hinaus stellte Finanzvorstand Thomas Mika klar, dass POET Technologies die notwendigen Daten bereitstellen wird, damit Aktionäre für das Steuerjahr 2025 eine Wahl als „Qualified Electing Fund“ (QEF) treffen können.

Das wird potenziell nachteilige steuerliche Folgen deutlich abmildern.

Insgesamt hat POETs proaktives Vorgehen die Narrative vom Steuer-Alptraum effektiv neutralisiert und den Fokus der Anleger zurück auf die technologischen Meilensteine des Unternehmens gelenkt.

Das Bullenszenario für POET Technologies-Aktien

Trotz der Vorwürfe von Wolfpack könnte es sich lohnen, POET-Aktien heute in der Stärke zu halten bzw. zu kaufen – zumindest für langfristige, risikotolerante Investoren.

Während der Shortseller das Fehlen historischer Umsätze hervorhob, übersah er vermutlich die zukunftsorientierte Natur der Halbleiterbranche.

POET vollzieht derzeit den Übergang von einem reinen F&E-Unternehmen zu einer kommerziellen Einheit, sicherte kürzlich einen Produktionsauftrag über 5 Mio. USD und verfügt über Barmittel von mehr als 430 Mio. USD.

Die Partnerschaften mit Schwergewichten wie Foxconn und Mitsubishi deuten darauf hin, dass POETs „Optical Interposer“-Technologie bereits von Branchenführern validiert wird.

Zusammenfassend deutet die heutige Kursbewegung darauf hin, dass der Markt den Bericht von Wolfpack als Leerverkaufsattacke auf ein Unternehmen interpretiert, das seine Bilanz- und Steuer-Risiken inzwischen deutlich reduziert hat.

Wohin die Optionsdaten POET als Nächstes weisen

Auch aus technischer Sicht scheinen die POET-Aktien für weiteres Momentum gerüstet.

Die Aktie ist entscheidend über ihre wichtigen gleitenden Durchschnitte (MAs) ausgebrochen, wobei der Relative-Stärke-Index (RSI) im hohen 60er-Bereich liegt und damit signalisiert, dass noch kein „überkauftes“ Terrain erreicht wurde.

Zudem liegt das Put‑zu‑Call‑Verhältnis bei Optionskontrakten mit Laufzeit bis Mitte Juli nur bei 0,09, was eine starke bullische Schieflage anzeigt – wobei der obere Preis dieser Kontrakte ein mögliches Aufwärtspotenzial bis 11,65 USD andeutet.

Auf der Hauptversammlung von POET am 26. Juni richten sich nun alle Augen auf die formelle Abstimmung über die Sitzverlegung – ein Schritt, der sich als letzter Katalysator erweisen könnte, um das verbleibende spekulative Etikett endgültig abzulegen.

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