
Verizon (NYSE: VZ) steigt am 27. Apr., obwohl der Telekommunikationskonzern die Umsatzschätzungen für sein erstes Geschäftsquartal leicht verfehlt hat.
Obwohl die Umsatzzahl von 34,4 Milliarden USD (ca. 30 Milliarden €) den Konsens von etwa 35 Milliarden USD (ca. 30,5 Milliarden €) nur knapp verfehlte, half das Momentum nach der Veröffentlichung der Zahlen VZ am Montag, über den 20-Tage-Gleitenden Durchschnitt (GD) auszubrechen.
Das deutet auf eine kurzfristige Verschiebung des Momentums zugunsten der Bullen hin.
Zum Zeitpunkt der Niederschrift ist die Verizon-Aktie bereits rund 20% über ihrem Jahres-Tief, doch der Q1-Bericht lieferte mehr als genug Gründe, auf weitere Kurszuwächse im Jahresverlauf zu hoffen.
Warum steigt die Verizon-Aktie nach den Q1-Zahlen?
VZ-Aktien stehen ‚im Grünen‘, hauptsächlich weil das Unternehmen 55,000 Nettozugänge bei Postpaid-Telefonen verzeichnete, während ein ‚Nettoverlust‘ erwartet worden war.
Für den an der NYSE notierten Konzern ist das erste Quartal saisonal das schwierigste für Wachstum; dennoch markierte der Bericht vom Montag das erste positive erste Quartal bei Nettozugängen von Postpaid-Telefonen seit 2013.
Unter der Führung von CEO Dan Schulman finden Verizons Angebote ‚Value‘ und ‚myPlan‘ endlich Anklang bei einer preissensiblen Kundengruppe.
Indem sich VZ auf ‚höherwertige‘ Abonnenten konzentriert und die Abwanderung reduziert, zeigt das Unternehmen, dass es sein Kerngeschäft Mobilfunk wachsen lassen kann, ohne auf aggressive (und teure) Promotionsschlachten zurückzugreifen, die häufig die Margen schmälern.
Dieser grundlegende Wandel bei der Kundengewinnung ist ein bedeutendes ‚Kaufsignal‘ für langfristige Investoren.
Diversifizierung treibt VZ-Aktien nach oben
Die Verizon-Aktie steigt auch aufgrund des Engagements des Managements, das Unternehmen in ein Breitband-Kraftpaket zu verwandeln.
Im Q1 verzeichnete das in New York ansässige Unternehmen 341,000 Nettozugänge im Breitbandbereich – größtenteils getrieben durch den Fixed Wireless Access (FWA)-Dienst, der 214,000 dieser Zugewinne ausmachte.
Diese Technologie ermöglicht es VZ, ‚hochgeschwindiges‘ 5G-Internet direkt in Haushalte und Unternehmen zu liefern, ohne die massiven Kapitalausgaben für das Verlegen von Glasfaserkabeln.
Kurz gesagt: Mit der jüngsten Integration der Frontier-Vermögenswerte skaliert Verizon seinen Glasfaserausbau parallel zu seinem drahtlosen Internet.
Dieser Doppelansatz schafft einen diversifizierten, wiederkehrenden Umsatzstrom, den Wall Street offenbar deutlich attraktiver findet als einmalige Hardwareverkäufe.
Wie sollte man Verizon nach den Ergebnissen des ersten Quartals positionieren?
Für die ‚Ergebnisorientierten‘ ist die eigentliche Story das Rekord-13,4 Milliarden USD (ca. 11,7 Milliarden €) beim bereinigten EBITDA, das höchste Quartalsergebnis in der Unternehmensgeschichte.
Durch eine Senkung der Vertriebs-, allgemeine und Verwaltungskosten (SG&A) um 3.1% zeigte Verizon eine beeindruckende operative Hebelwirkung.
Das Management war so zuversichtlich in diese Effizienz, dass es die bereinigte EPS-Prognose für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne von $4.95 bis $4.99 anhob, zuvor lag die Obergrenze bei $4.95.
Für einkommensorientierte Investoren stützt diese Profitabilität eine robuste Dividendenrendite von 5.93%, die nun seit 21 Jahren in Folge erhöht wurde.
In einem Markt, in dem Cashflow König ist, überwiegt die Fähigkeit der VZ-Aktie, das Ergebnis um 7.6% gegenüber dem Vorjahr zu steigern, einen geringfügigen Einbruch beim Quartalsumsatz deutlich, zumal die Nettozugänge bei Postpaid-Telefonen inzwischen auf bis zu 1 Million im Jahr 2026 geschätzt werden.
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