
Die Analysten von Evercore ISI unter der Leitung von Kirk Materne gehen mit einer deutlich bullischen Einschätzung in Microsofts (NASDAQ: MSFT) fiskalisches Q3-Ergebnis am April 29th.
Der Konsens erwartet einen Gewinn von $4,07 je Aktie bei Umsätzen in Höhe von $81,4 Mrd., was Zuwächse im mittleren bis späten zweistelligen Bereich sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn signalisiert.
Vor der Quartalsveröffentlichung sieht Evercore mehrere positive Anzeichen für Microsoft-Aktien, die bereits fast 20 % über ihrem jüngsten Tief liegen.
Warum Evercore ISI erhebliches Aufwärtspotenzial bei Microsoft sieht
Kirk Materne bleibt vor allem wegen des Azure-Wachstums bullisch für MSFT-Aktien; er erwartet, dass die Nachfrage nach KI‑Diensten weiterhin hoch bleibt.
Seiner Ansicht nach bestätigen die derzeitigen Kapazitätsengpässe Microsofts dominierende Marktstellung, da Kunden auf spezialisierte KI‑Rechenkapazitäten warten, statt zu Wettbewerbern zu wechseln.
Wenn im Verlauf des Jahres 2026 neue Rechenzentren in Betrieb gehen, wird der Übergang von einer „capacity-constrained“ zu einer „revenue-realized“ Situation einen bedeutenden Rückenwind für die langfristige Margenausweitung von Azure liefern.
Evercores Kursziel von $580 für Microsoft deutet auf ein mögliches Aufwärtspotenzial von mehr als 35 % hin.
MSFT-Aktien erscheinen vor den Q1-Zahlen attraktiv bewertet
Evercore ISI empfiehlt, Microsoft-Aktien vor den Q3-Ergebnissen zu halten, auch weil die Aktie für 2026 weiterhin attraktiv bewertet erscheint.
Bei dem 25‑fachen erwarteten Gewinn wird der Markt seiner Meinung nach den „Flywheel‑Effekt“ des AI‑Stacks von MSFT – von der Siliziumschicht bis zu den Copilot‑Anwendungen – unterschätzen, so die Mitteilung an Kunden.
Materne sieht auch die geänderte Partnerschaft mit OpenAI positiv, weil sie planbarere langfristige wirtschaftliche Konditionen und IP‑Zugriff bis 2032 bietet.
Microsoft habe nun größere Flexibilität, eine breitere „Multi‑Model“‑KI‑Strategie zu verfolgen – etwa durch die Zusammenarbeit mit Mistral und Phi-3 – und zugleich seinen Status als primärer Cloud‑Partner von OpenAI beizubehalten, fügte er hinzu.
Technische Indikatoren rechtfertigen Kauf von Microsoft Corp
Die Entscheidung von Kirk Materne, nur wenige Tage vor den Q3‑Zahlen ein „Outperform“‑Rating für MSFT‑Aktien zu bekräftigen, deutet darauf hin, dass er erwartet, dass das Management stabile Margen trotz hoher Investitionsausgaben für Rechenzentren ausweisen wird.
Der Evercore ISI‑Analyst dürfte zudem erwarten, dass Microsoft Corp eine optimistische Prognose abgibt – und damit die Anleger beruhigt, dass die Monetarisierungsphase der KI, insbesondere bei Office 365 Commercial Cloud, an Fahrt gewinnt.
Vor der Quartalsveröffentlichung handelt MSFT knapp unter seinem 100‑Tage‑Gleitenden Durchschnitt (MA).
Ein eindeutiger Ausbruch über das Niveau von $429 dürfte kurzfristig die Aufwärtsdynamik beschleunigen.
Wohin Optionsdaten MSFT als Nächstes sehen
Optionshändler scheinen ebenfalls davon auszugehen, dass Microsoft nach den Zahlen am Mittwoch nach oben gehen wird.
Nach Barchart liegt das Put‑to‑Call‑Verhältnis für Kontrakte mit Ablauf am May 1st bei 0,39, was eine starke bullische Schieflage anzeigt; der obere Strike liegt bei $448 und impliziert ein Potenzial für eine Rallye von 5,77 % von hier aus.
Beachten Sie, dass der „Big Short“‑Investor Michael Burry kürzlich ebenfalls seine MSFT‑Position ausgeweitet hat.
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