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Der Aktienkurs von Rolls‑Royce hat sich diese Woche erholt, gestützt durch wachsende Hoffnungen auf ein US‑Iran‑Abkommen und nach einem jüngsten Bloomberg‑Interview mit dem CEO, in dem er die Sanierungsbemühungen des Unternehmens hervorhob. Er sprang auf 1,260p, deutlich über dem Tief dieses Monats von 1,050p.

Rolls‑Royce-CEO erklärt seine Sanierungsstrategie

Rolls‑Royce Holdings, einer der größten Anbieter in der Triebwerksherstellung, hat sich diese Woche erholt. In einem Bloomberg-Interview in dieser Woche sagte CEO Tufan Erginbilgiç, das Unternehmen habe unter seiner Leitung bedeutende Erfolge erzielt, wie der 1,000%‑Anstieg des Aktienkurses belegt.

Seine Amtszeit profitierte von mehreren internen und externen Faktoren. Intern hat das Management mehrere tausend Beschäftigte entlassen, was geholfen hat, Barmittel zu schonen. 

Gleichzeitig hat das Unternehmen seine schwächer performenden Sparten verkauft, um sich auf die profitabelsten Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Zudem prüft es Wege, in die florierende Branche für Schmalrumpftriebwerke zurückzukehren. 

Rolls‑Royce etabliert sich außerdem als bedeutender Anbieter im Rechenzentrumssektor, wo es Stromversorgungsausrüstung für Rechenzentren baut. 

Auch externe Faktoren trugen zu der Sanierung bei. So sind die Bestellungen für Flugzeugtriebwerke in den vergangenen Jahren gestiegen, wie das Wachstum bei Wettbewerbern wie GE Aerospace, Safran und RTX, Eigentümer von Pratt & Whitney, zeigt.

US‑Iran‑Waffenstillstand

Die Aktie profitierte von dem möglichen Abkommen zwischen den USA und Iran. Trump deutete an, dass ein Deal bald zustande kommen werde. Medienberichte sprechen von einem 60‑tägigen Waffenstillstand, der die Straße von Hormuz im Tausch gegen finanzielle Anreize, einschließlich Sanktionslockerungen, wieder öffnen würde. 

Ein nachhaltiger Waffenstillstand und das Ende des Kriegs würden Rolls‑Royce zugutekommen wegen des boomenden Geschäftsfelds Zivile Luftfahrt. Das Unternehmen erzielt den Großteil seiner Umsätze über langfristige Verträge mit führenden Airlines wie Lufthansa, Delta Air Lines, Virgin Atlantic und IAG. Es erbringt zudem Dienstleistungen für Fluggesellschaften wie Emirates, Singapore Airlines und Qatar Airways. 

Rolls‑Royce profitiert von der anhaltenden Rückkehr des Langstreckenverkehrs. Daten zeigen, dass sich der Luftverkehr im Nahen Osten in diesem Jahr weitgehend normalisiert hat.

Das Unternehmen geht nun optimistischer davon aus, seine Ziele in diesem Jahr zu erreichen. Es erwartet jetzt, dass das operative Ergebnis in diesem Jahr auf zwischen 4 und 4,2 Milliarden Pfund steigen wird. Auch der Free Cashflow soll auf zwischen 3,6 und 3,8 Milliarden Pfund steigen. Das Management erklärte:

„Wir sind weiterhin gut positioniert, um unsere mittelfristigen Ziele zu erreichen, mit substanziellem Wachstum über die Mittelfrist hinaus sowohl aus unseren bestehenden als auch neuen Geschäften.“

Technische Analyse des Rolls‑Royce-Aktienkurses

Rolls-Royce share price

RR‑Aktienchart | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der RR‑Kurs diese Woche bei 1,053p ein Tief ausbildete und dann schnell auf 1,261p zurückprallte. Dieser Kurs liegt an der abwärtsgerichteten Trendlinie, die die höchsten Ausschläge seit dem 26. Februar verbindet. 

Die Aktie notiert über den 50‑ und 100‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitten (EMA). Sie liegt außerdem oberhalb des Supertrend‑Indikators, ein Zeichen dafür, dass die Bullen die Kontrolle behalten.

Daher dürfte die Aktie voraussichtlich weiter steigen, möglicherweise bis zum Allzeithoch von 1,418p, dem Höchststand im Februar dieses Jahres. Das bullische Szenario wäre hinfällig, falls der Kurs unter die wichtige Unterstützungsmarke bei 1,000p fällt.

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