
Solana (SOL) fiel am Donnerstag auf Intraday-Tiefs von $80, als eine plötzliche Verschlechterung der Risikostimmung die Kryptomärkte erschütterte.
Der Token hat sich leicht von den Intraday-Tiefs erholt, während Investoren die US‑Iran‑Situation verarbeiten.
SOL könnte daher eine schnelle Erholung zu den jüngsten Hochs anstreben.
Technische Indikatoren und der Ausblick für risikobehaftete Anlageklassen deuten jedoch darauf hin, dass die Bullen gegenüber einem tieferen Rücksetzer weiterhin verwundbar sein könnten.
Solana testet $80‑Unterstützung im Krypto‑Ausverkauf
Der Solana‑Kurs fiel, da der breitere Kryptomarkt am Donnerstagfrüh kräftig ausverkauft wurde.
Dies folgte auf Berichte, wonach die iranischen Revolutionsgarden eine US‑Militärbasis getroffen hätten, nachdem es angeblich zu einem US‑Angriff am frühen Morgen in der Nähe des Flughafens Bandar Abbas gekommen war.
Die Marktreaktion auf die Angriffe trieb die Ölpreise an und schürte Befürchtungen über Störungen rund um die Straße von Hormus, was die Risikoaversion an den Finanzmärkten verstärkte.
Die Entwicklung drückte Bitcoin zeitweise auf Tiefs nahe $73.000 und spiegelte Schwäche in den Aktienfutures wider.
Top‑Altcoins stürzten parallel ab, wobei Ethereum unter $2.000 fiel.
Unter den großen Altcoins gab XRP Gewinne ab und notierte unter $1,30, während Solana kurzzeitig die $80‑Marke berührte.
Die Liquiditätsbedingungen während des Ausverkaufs waren laut On‑Chain‑ und Börsenkennzahlen dünn, was die Intraday‑Volatilität von SOL und anderen Token verstärkte.
Ausblick für Solana‑Kurs
Technische Daten und Derivatekennzahlen deuten auf einen vorsichtigen kurzfristigen Ausblick für Solana hin.
Laut Coinglass sind die Funding‑Raten für SOL‑Perpetual‑Futures ins Negative gekippt und lagen bei rund -0,0088%.
Das deutet darauf hin, dass Leerverkäufer weiter dominieren und Händler sich auf weiteres Abwärtsrisiko positionieren oder gegen zusätzliche Volatilität absichern.
On‑Chain‑Liquidationen während der Sitzung unterstreichen das Potenzial für weiteren Abwärtsdruck.
Was das technische Setup betrifft, zeigt die Kursbewegung, dass Solana unter wichtigen kurzfristigen und mittelfristigen gleitenden Durchschnitten notiert.
Momentumindikatoren verstärken den vorsichtigen Ton.
Der Relative‑Stärke‑Index (RSI) nähert sich überverkauften Bereichen und spiegelt die Intensität des jüngsten Verkaufsdrucks wider; zugleich deutet er darauf hin, dass eine Erholung fragil bleiben könnte, falls der Druck anhält.
Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) liegt weiterhin unter seiner Signallinie in negativer Zone, was darauf hindeutet, dass die bärische Dynamik intakt ist.

Wie das Tageschart zeigt, liegt der unmittelbare Widerstand bei den einfachen gleitenden Durchschnitten (SMA) der 50‑ bzw. 100‑Tage.
Diese Niveaus haben sich als Barrieren für jüngste Aufwärtsversuche erwiesen.
Wenn Käufer wieder Momentum gewinnen, könnte der 200‑Tage‑EMA (exponentiell gleitender Durchschnitt) als nächster bedeutender Widerstand auftreten.
Auf der Unterseite könnte die Unterstützung bei rund $78 liegen, deren Bruch den Weg zu einem bedeutenderen Boden in der Nähe von $70 öffnen würde.
Welche Faktoren die Lage ändern könnten
Ein dauerhafter Waffenstillstand und ein Ende der Feindseligkeiten zwischen den USA und Iran könnten dazu beitragen, die Ölpreise zu entlasten.
Eine breitere Markterholung könnte Bitcoin zu einer Erholung Richtung jüngster Hochs verhelfen, den unmittelbaren Druck auf Solana lindern und den Bullen erlauben, die 50‑ und 100‑Tage‑SMAs erneut zu testen.
Umgekehrt würde eine weitere geopolitische Eskalation oder eine anhaltende Flucht aus risikobehafteten Assets wahrscheinlich dazu führen, dass SOL niedrigere Unterstützungsniveaus testet.
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