
Der Platinpreis steht auf Kurs, seine sechste Woche in Folge mit Verlusten zu verzeichnen, angesichts makroökonomischer Gegenwinde. Trotz eines strukturell engen Marktes belasten eine restriktive Federal Reserve und ein stärkerer US-Dollar das edle und industrielle Metall.
Platinpreis gibt Gewinne im Zuge makroökonomischer Belastungen wieder ab
Anfang des Jahres stieg der Platinpreis auf ein Rekordhoch, da Anlage-Nachfrage die Aufwärtsdynamik ins neue Jahr trieb. Seitdem ist er um etwa 40 % gefallen, da Investoren Schwierigkeiten haben, ein Gleichgewicht zwischen konfliktbedingten Unsicherheiten und dem weiterhin positiven langfristigen Ausblick zu finden.
Insbesondere der US-Iran-Krieg und der anschließende Anstieg der Inflationssorgen haben den Platinpreis belastet und zugleich den US-Dollar gestärkt. Infolgedessen sind die Kursbewegungen des Metalls in den letzten Monaten von tieferen Hochs und tieferen Tiefs geprägt.
Ein stärkerer US-Dollar bleibt ein wesentlicher Gegenwind für das Asset, obwohl der Markt strukturell eng bleibt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels stand der Dollar-Index auf einem neuen 11‑Monats-Hoch, während Investoren die jüngste Zinsentscheidung der Federal Reserve verarbeiten.
Während der ersten geldpolitischen Entscheidung unter Fed-Chef Kevin Warsh entschied das FOMC, die Zinsen unverändert im Bereich von 3,5 % bis 3,75 % zu belassen. Dies steht im Einklang mit dem Mandat der Zentralbank, die Inflation zu senken, die weiterhin über dem Ziel von 2 % liegt. Eine restriktive Tonalität belastet tendenziell die nicht verzinslichen Edelmetalle und stärkt den US-Dollar. Zudem macht ein stärkerer Greenback das Asset für Käufer mit Fremdwährungen teurer.
Unterdessen dürften die Verluste durch die strukturelle Knappheit auf dem Platinmarkt begrenzt werden. Fördereinschränkungen und eine anhaltende physische Nachfrage stützen den Markt angesichts der makroökonomischen Belastungen.
Technische Analyse des Platinpreises

Der Platinpreis gab am frühen Donnerstag leicht nach, während der Markt die jüngste Zinsentscheidung der Federal Reserve verdaut. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notierte das industrielle und edle Metall bei $1,737, nachdem es in der vorherigen Sitzung ein Intraday-Hoch von $1,823 erreicht hatte.
Ein Blick auf das Tageschart signalisiert anhaltende Volatilität in den folgenden Sitzungen, da Investoren Schwierigkeiten haben, ein Gleichgewicht zwischen den kurzfristigen Gegenwinden und dem stabilen langfristigen Ausblick zu finden. Zunächst pendelt der Platinpreis um die Unterstützungszone von $1,730.
Mit einem RSI von 37 könnten leichte Verluste das Asset über der überverkauften Zone halten, während ein möglicher Rebound die Gewinne rund um die Neutralzone bei 50 dämpfen würde. Diese Einschätzung wird dadurch gestützt, dass der Preis weiterhin unter den 25‑ und 50‑Tage‑EMAs handelt.
Angesichts der erwarteten Volatilität ist der Bereich zwischen der Unterstützung bei $1,665 und dem 25‑Tage‑EMA bei $1,840 beobachtenswert. Ein Ausbruch unter den monatelangen Abwärtskanal bei $1,635 würde diese vorsichtige These entkräften und die untere Unterstützungsmarke bei $1,600 aktivieren. Auf der Oberseite könnten weitere Erholungen ihre Gewinne an der Widerstandsmarke von $1,880 gedämpft sehen.
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