Die Energiekrise führt der Weltwirtschaft die gefährliche Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vor Augen. Besonders die Blockade der Straße von Hormus hat die Verwundbarkeit industrieller Lieferketten offengelegt, da neben Öl und Gas auch kritische Vorprodukte wie Ammoniak und Methanol knapp werden. Laut Analysen von Wood Mackenzie führt eine derartige Störung zu großen Preissprüngen in der Chemiebranche und bedroht die globale Grundstoffversorgung. In diesem instabilen Umfeld gewinnt Wasserstoff als Instrument der nationalen Sicherheit und industriellen Resilienz eine neue Bedeutung. Innovative Verfahren, wie die direkte Reduktion von Eisenerz oder die Elektrifizierung chemischer Reaktoren, ermöglichen es der Industrie, sich schrittweise von fossilen Importen zu emanzipieren. Wir beleuchten die Geschäftsmodelle von Linde, Amazon und Pure One und zeigen auf, wie die genannten Akteure die Wasserstoff-Wende in der EU und Deutschland vorantreiben und wie Investoren Chancen wahrnehmen können.