Der Kupferpreis rutschte am Montag zunächst etwas ab, konnte aber einen Teil dieser Verluste wieder ausgleichen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierten Comex-Futures bei $6.37 pro Pfund, nachdem sie intraday ein Tief von $6.27 erreicht hatten. Auf dem aktuellen Niveau bemühen sich die Bullen um eine Rückkehr in den monatelangen bullischen Kanal.

Einerseits stützt die stabile langfristige Nachfrageprognose das rote Metall weiterhin. Andererseits drückt ein stärkerer US-Dollar seinen Aufwärtsspielraum. In den kommenden Sitzungen dürfte der Markt vor den US-Inflationsdaten volatil sein.

Bullen streben Rückkehr in den wichtigen bullischen Kanal an 

Der Kupferpreis befindet sich nach einem Wochenverlust in der gerade abgeschlossenen Woche im Erholungsmodus. Fortschritte in den US‑Iran‑Friedensgesprächen und die Rallye bei AI‑Werten bleiben wichtige Aufwärtsfaktoren für den Kupfermarkt. Diese Unterstützung hat den Verkaufsdruck durch einen stärkeren US‑Dollar ausgeglichen. 

In der neuen Woche könnte der US‑Dollar an Momentum verlieren, da Investoren weitere Hinweise aus wichtigen Wirtschaftsdaten abwarten. In der vergangenen Woche stieg der Greenback auf den höchsten Stand seit Anfang Mai, nachdem der Markt den hawkischen Ton der Fed verdaut hatte. 

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte er nahe dem eineinhalbmonatigen Hoch bei $100.98. Dies ist die dritte Sitzung in Folge, in der der US‑Dollar stabil über der 13 Monate bestehenden Widerstandszone von $100.65 gehalten hat. 

Investoren richten nun den Blick auf die bevorstehenden Wirtschaftsdaten, allen voran die US‑Zahlen zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE). Das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß folgt auf die Zinsentscheidung der US‑Notenbank in der vergangenen Woche. 

Angesichts anhaltender Inflationssorgen wirkt die Fed anpassungsfähiger an das fragile wirtschaftliche Umfeld. Daher werden die folgenden Sitzungen sehr datenabhängig sein, da das Kern‑PCE weitere Hinweise zur Positionierung der Fed liefert. 

Basierend auf der jüngsten FOMC‑Erklärung gibt es kaum Forward Guidance, obwohl einige Fed‑Vertreter Zinserhöhungen vor Jahresende in Aussicht stellten. Daher wird jedes neue Datum entscheidend sein und voraussichtlich sowohl den US‑Dollar als auch den Kupferpreis beeinflussen.  

Technische Analyse: Comex-Kupferpreis

Kupferpreis

Kupferpreischart | Quelle: TradingView

Comex‑Kupferfutures, der global geltende Benchmark für den Kupferhandel, gaben am Montag zunächst nach, konnten jedoch Teile der Verluste wieder aufholen. In der Vorwoche verzeichneten sie einen Wochenverlust. Der Rückgang hat sie unter den entscheidenden bullischen Kanal gezogen, der die Kupferpreisbewegungen seit fast einem Jahr prägt. 

Auf dem Tageschart schwankte das rote Metall zum Zeitpunkt der Veröffentlichung um den kurzfristigen 25‑Tage‑EMA. Es notiert jedoch weiterhin über dem mittelfristigen 50‑Tage‑EMA. Ein RSI von 50 deutet auf einen seitwärtsgerichteten Handel hin, da die gegenläufigen Einflüsse eines stärkeren US‑Dollars und einer stabilen langfristigen Nachfrage aufeinandertreffen. 

Kurzfristig dürfte der Kupferpreis weiterhin Unterstützung am 50‑Tage‑EMA bei $6.25 finden. Ein Unterschreiten dieses Niveaus würde diese These jedoch widerlegen.

Im Anschluss ist die Spanne zwischen $6.25 und $6.45 aufmerksam zu beobachten. An der oberen Begrenzung dieser Spanne dürfte der Kupferpreis angesichts eines stärkeren US‑Dollars und der Bemühungen der Bullen, das Asset zurück in den entscheidenden bullischen Kanal zu bringen, auf Widerstand stoßen. Gelänge ein Ausbruch, läge das nächste Ziel bei $6.55. 

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