Die K+S-Aktie ist am Mittwoch der größte Gewinner im MDAX. Aktuell gewinnt sie +7% und steht bei rund 16 €. Ursache hierfür waren die guten Quartalszahlen des Konzerns für Dünger und Salz. Lohnt sich hier ein Einstieg?

Erwartungen übertroffen

In dem am 22. April veröffentlichten vorläufigen Quartalsbericht verweist der Konzern darauf, dass die Markterwartungen beim EBITDA und Free Cashflow deutlich übertroffen wurden. Grund für die gute Ertragsentwicklung waren hohe Preise bei den landwirtschaftlichen Düngerprodukten. Ebenfalls lief das Geschäft mit Auftausalz besser als erwartet.

Das EBITDA lag mit 280 Millionen € deutlich über dem Vorjahreswert von 201 Millionen €. Der Vara-Marktkonsenswert lag bei 225 Millionen €. Somit wurden die Markterwartungen deutlich getoppt.

Gleiches gilt für den Free Cashflow. Mit 87 Millionen € liegt er über dem Vorjahreswert von 32 Millionen €. Die Markterwartungen von 58 Millionen € wurden ebenfalls deutlich übertroffen.

Zum Umsatz wurden in der Unternehmensmeldung keine Angaben gemacht. Hier ist jedoch davon auszugehen, dass die Vorjahreswerte sowie die Markterwartungen auch übertroffen wurden.

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Ertragsprognose angehoben

Aufgrund der guten Zahlen in den ersten drei Monaten hob der Konzern die Jahresprognose an. Das operative EBITDA soll bei 630 bis 730 Millionen € liegen – zuvor wurden 600 bis 700 Millionen € erwartet. Der Free Cashflow soll mindestens ausgeglichen sein. Hier sind die Marktwartungen mit einem Überschuss von 23 Millionen € etwas höher, auch im Vorjahr lag er mit 29 Millionen € über dem erwarteten Wert.

Das Investitionsvolumen von 600 Millionen € wurde bestätigt.

Unsicherheit wegen Iran-Konflikt

Es klingt paradox, dennoch ist die vorläufige Waffenruhe für das Unternehmen schlecht. Damit verbunden sollte die Freigabe der wichtigen Seestraße von Hormus sein. Mittlerweile ist die vereinbarte Freigabe wieder hinfällig geworden. Beide Seiten kapern gegenseitig Schiffe.

Solange keine Frachter mit Dünger die Meerespassage durchfahren können, bleibt das Düngerangebot schwächer und die Preise hoch. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite. Zur Herstellung von Dünger wird viel Gas benötigt. Der Gaspreis ist seit dem Angriff auf den Iran deutlich gestiegen. Sollte der Nachschub an LNG‑Gas für längere Zeit ausfallen, wirkt sich das negativ auf die Ertragslage des Kasseler Konzerns aus.

Was bedeutet das für die Aktie?

Auf Jahressicht steht die Aktie etwa wie vor einem Jahr. Der starke Kursrückgang im Jahresverlauf auf rund 11 € wurde wieder vollkommen ausgeglichen. Für den weiteren Kursverlauf, ist der Ausgang des Iran-Konfliktes von entscheidender Bedeutung. Insgesamt deutet mehr auf eine Einigung als auf eine weitere Eskalation hin.

Meiner Meinung nach ist die Aktie fair bewertet, weiteres Potenzial sehe ich momentan nicht. Eine kurzfristige Korrektur ist wahrscheinlicher. Die Analysten teilen mehrheitlich diese Ansicht; deren mittlerer Zielkurs liegt bei rund 13 €. Lediglich Kepler Cheuvreux mit ihrem Zielkurs von 32 € hält die Aktie für massiv unterbewertet.

Mein Fazit: Momentan spricht wenig für einen Einstieg in die Aktie. Bis jetzt ist sie ein Profiteur des Iran-Konflikts.

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ℹ K+S in Kürze

  • K+S (WKN: KSAG88) mit Sitz in Kassel ist ein deutsches Bergbauunternehmen mit Schwerpunkt in der Kali- und Salzförderung. Der Konzern ist einer der weltweit führenden Anbieter von kali- und magnesiumhaltigen Produkten für landwirtschaftliche und industrielle Verwendungszwecke.
  • K+S ist mit rund 15.000 Mitarbeitern vorwiegend in Europa, Nord- und Südamerika tätig.
  • Das MDAX-Unternehmen wird an der Börse mit rund 2,9 Milliarden € bewertet.

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