
Rocket Lab (RKLB) dürfte den Handel am 8. Mai rund 30% höher beenden, nachdem das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht hat, die die Konsensschätzungen der Analysten deutlich übertrafen.
Im Q1 stieg der Umsatz des Luft- und Raumfahrtunternehmens auf Jahressicht um etwa 63% auf ungefähr $200 million – und lag damit komfortabel über den von Analysten erwarteten $192 million.
Während der Nettoverlust von RKLB auf GAAP-Basis bei $0.09 je Aktie lag, vor allem aufgrund einer „aggressiven“ Skalierung der F&E, deutet die Verringerung der bereinigten EBITDA-Verluste auf einen klaren Weg zur Profitabilität hin.
Nach der Rallye nach den Quartalszahlen sind die Rocket Lab-Aktien im Vergleich zu ihrem Jahres-Tief um beeindruckende 80% gestiegen.
Warum Rocket Lab-Aktien weiter stark steigen könnten
Investoren begrüßen RKLB-Aktien vor allem wegen der Schwerpunktverlagerung des Unternehmens hin zu margenstarken Space Systems, die inzwischen nahezu 70% des Umsatzmixes ausmachen.
Auf dem Earnings-Call nannte CEO Peter Beck eine „sehr gesunde Nachfrage“ über alle Bereiche hinweg, insbesondere für die durchgängigen Satellitenlösungen des Unternehmens.
Diese Nachfrage stützt sich auf einen Rekordauftragsbestand von $2.2 billion, der eine mehrjährige Umsatzperspektive bietet und weitgehend gegen makroökonomische Zyklen abgeschirmt erscheint.
Die vertikale Integration von Motiv Space Systems reduziert das Risiko in Rocket Labs Lieferkette, schafft einen „Full‑Stack“-Wettbewerbsvorteil und rechtfertigt damit die Bewertungsprämie gegenüber etablierten Luft- und Raumfahrtunternehmen.
Das Bull-Case für RKLB-Aktien
Für langfristige Anleger könnte es noch nicht zu spät sein, eine Position in Rocket Lab aufzubauen – insbesondere angesichts des bevorstehenden Übergangs zur Neutron-Rakete.
Die Neutron stellt SpaceXs Hegemonie im lukrativen Sektor der Mega-Konstellationen in Frage und verschiebt RKLBs Wirtschaftlichkeit pro Einheit von $8 million pro Electron-Start hin zu wertstärkeren Einsätzen, wodurch sich das adressierbare Gesamtmarktpotenzial (TAM) deutlich ausweitet.
Aktuelle Bewertungen berücksichtigen möglicherweise nicht vollständig die „Knappheitsprämie“ eines bewährten, wiederverwendbaren Startanbieters.
Gestützt durch einen $515M SDA-Vertrag hat sich Rocket Lab als seltenes Investment mit hoher Überzeugungskraft für die globale Verteidigungswende hin zu resilienter Raumfahrtarchitektur und den breiteren, langfristigen Wandel in die „Space 2.0“-Industrieökonomie etabliert.
Technische Indikatoren sprechen für ein Investment in Rocket Lab
RKLB-Aktien wirken zusätzlich attraktiv, weil der Q1-Bericht bestätigt, dass das Unternehmen nicht mehr ein hochriskantes Venture, sondern ein reifender Industrieführer ist.
Das an der Nasdaq gelistete Unternehmen vollzieht erfolgreich den Übergang vom Hardware-Hersteller zum leistungsstarken Dienstleister – ein Wandel, der historisch zu einer deutlichen Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren führt.
Aus technischer Sicht notiert die Aktie nun deutlich über ihren wichtigen gleitenden Durchschnitten (MAs) – mit einem RSI bei 67, der darauf hindeutet, dass sie sich noch nicht im Bereich „überkauft“ befindet.
Alles in allem, mit dem Erstflug der Neutron-Rakete, der für Ende 2026 ansteht, könnte die aktuelle Rallye die Basis für ein neues Bewertungsniveau bilden.
Wie Wall Street empfiehlt, RKLB zu handeln
Vor der Q1-Veröffentlichung hatten Analysten ein Konsensrating von „moderate buy“ für Rocket Lab.
Und obwohl das von der Street höchste Kursziel von $105 nicht mehr signifikantes Upside darstellt, ist es gerechtfertigt, nach RKLBs herausragendem Quartalsergebnis am 8. Mai mit nach oben gerichteten Schätzungsrevisionen zu rechnen.
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