
Der Ethereum (ETH)-Kurs stabilisierte sich am Sonntag etwas und stieg auf $1.600 von einem Samstagstief bei $1.512. Er liegt weiterhin 34% unter seinem Höchststand im Mai und 67% unter dem Allzeithoch. Zudem hat sich ein invertiertes Cup‑and‑Handle‑Muster gebildet, das auf weiteren Abwärtsdruck hindeutet.
Technische Analyse des Ethereum-Kurses signalisiert weiteres Abwärtsrisiko
Der Tageschart zeigt, dass der ETH-Kurs in den vergangenen Monaten gefallen ist. In der Folge notiert er unter der 50-Tage-EMA (Exponentieller gleitender Durchschnitt). Er fiel außerdem unter das wichtige Unterstützungsniveau bei $1.763, dem Tiefpunkt im Februar dieses Jahres.
Ein genauerer Blick zeigt, dass sich eine abgerundete Top‑Formation gebildet hat, ein häufiges bärisches Fortsetzungssignal in der technischen Analyse. Dieses abgerundete Top ist Teil des invertierten Cup‑and‑Handle‑Musters, das oft zu weiterer Schwäche führt.
Die aktuelle Gegenbewegung folgt auf die Ausbildung eines kleinen Doji-Kerzenmusters. Eine Doji‑Kerze ähnelt einem Pluszeichen und gilt in der technischen Analyse oft als Zeichen für eine mögliche bullische Umkehr.
Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass der Coin zunächst ansteigt und das wichtige Widerstandslevel bei $1.763 erneut testet. Dies ist als Break‑and‑Retest‑Muster bekannt und bestätigt meist den Abwärtstrend.
Somit deuten diese technischen Signale auf weiter fallende Kurse hin, potenziell unter die wichtige Unterstützung bei $1.500. Ein Unterschreiten dieses Niveaus würde auf weiteres Abwärtspotenzial, möglicherweise bis $1.000, hindeuten.

ETH-Preischart | Quelle: TradingView
Abflüsse aus Ethereum‑ETFs gehen weiter
Daten zeigen, dass amerikanische Anleger ihre ETH‑Bestände veräußern. Spot‑Ethereum‑ETFs gaben in diesem Monat über $168 Mio. an Vermögen ab, nachdem sie im vorangegangenen Monat $540 Mio. verloren hatten. Diese Fonds verzeichnen nun kumulativ Nettozuflüsse von $11,2 Mrd., bei einem Nettovermögen von $8,4 Mrd.
In den letzten Wochen kam es bei Spot‑Ethereum‑ETFs zu erheblichen Abflüssen, da Anleger in den Aktienmarkt wechselten, der in diesem Jahr gut lief. Trotz der Schwäche am Freitag zeigen die Daten, dass der Aktienmarkt zweistellige Zugewinne verzeichnet hat.
Viele Anleger haben sich angesichts des anhaltenden Booms rund um künstliche Intelligenz und Raumfahrt vor wichtigen Börsengängen wie SpaceX und OpenAI dem Aktienmarkt zugewandt.
Gleichzeitig gibt es Bedenken, dass das Ethereum‑Netzwerk in den vergangenen Monaten an Stärke verloren hat. Beispielsweise ist der Total Value Locked (TVL) in seinem Ökosystem in diesem Zeitraum stark gefallen. Er sank auf $40 Mrd., deutlich niedriger als vor einigen Monaten.
Zudem sorgen fallende Netzwerkgebühren für Besorgnis. Ethereum erzielte im letzten Quartal $39 Mio. an Gebühren, deutlich weniger als bei anderen beliebten Projekten wie Hyperliquid und Iran. Ethereum hat zudem Marktanteile an Hyperliquid verloren, das zum Ausbruchsstern der Krypto‑Branche geworden ist.
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