Der Energie-Superzyklus gibt weiter Gas und gibt sich keine Blöße. Denn Energie ist das Rückgrat jeder Zivilisation. Wo der Energieverbrauch steigt, steigt der Wohl-stand. Und Energie ist auch die entscheidende Triebfeder hinter den beiden Megatrends E-Mobilität und Künstliche Intelligenz. Beide benötigen bisher ungeahnte Mengen an Energie, vor allem Strom, und das in einem rasanten Wachstumstempo.
Der Wettlauf um das beste Large Language Modell, die Führerschaft bei den LLMs, erfordert immer mehr Rechenkapazität und dabei immer schnellere Chips und immer größere Mengen an Speicherplatz.
KI-Rechenzentren schießen wie Pilze aus dem Boden – könnte man meinen. Jedenfalls, wenn man nur auf die Schlagzeilen achtet, die ständig neue und gewaltigere KI-Rechenzentren ankündigen.
Doch hinter der Fassade stottert die Entwicklung inzwischen ganz schön. Denn der Energiehunger der Rechenzentren prallt auf den Energiebedarf normaler Unternehmen und Bürger, die entweder nicht mehr ausreichend versorgt werden können oder aber deutlich höhere Preise schlucken müssen. Es regt sich daher Widerstand, der in einigen US-Bundesstaaten bereits zu mehrjährigen Moratorien geführt hat, in denen keine neuen KI-Rechenzentren mehr errichtet werden dürfen.
Doch stoppen kann dies den Zug nicht. Und auch für die KI-Schaufelverkäufer, die an dieser Entwicklung beteiligt sind und daran so prächtig verdienen, ergeben sich keine unüberwindbaren Hürden.
Einfach, weil die Nachfrage viel zu groß ist und daher einzelne Verschiebungen nur dazu führen, dass sich die Reihenfolge in den auf Jahren ausgebuchten Auftragsbüchern verschiebt. Wenn das nächste Rechenzentrum in New Jersey sich verzögert, wird eben das in Kalifornien oder das in Texas vorgezogen. Kein Problem. Oder?
