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Robinhood Markets (NASDAQ: HOOD) handelte am Mittwoch im „roten Bereich“, nachdem das Unternehmen seine Q1-Ergebnisse vorgelegt hatte, die die Wall-Street-Erwartungen verfehlten.

Die Retail-Trading-Plattform verzeichnete einen Umsatz von $1.067 billion – ein Anstieg von 15% im Jahresvergleich.

Der Gewinn je Aktie stieg im ersten Quartal ebenfalls um einen Cent auf $0.38.

Die Schlagzeilenzahlen zeigen jedoch eine Verlangsamung, da HOODs Umsatz im gleichen Quartal des Vorjahres noch um beeindruckende 50% gewachsen war.

Ein wesentlicher Faktor im Q1 war Krypto: Gebühren aus Trades mit digitalen Assets brachen um etwa 47% im Jahresvergleich ein, belastet durch einen breiteren Einbruch im Kryptowährungsmarkt – was Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens erneuert, das explosionsartige Wachstum des Vorjahres aufrechtzuerhalten.

Bernstein ruft Anleger zur Ruhe auf. Senior-Analyst Gautam Chhugani bestätigte sein „Outperform“-Rating für Robinhood-Aktie mit einem Kursziel von $130, was mehr als 80% Aufwärtspotenzial von hier signalisiert.

Das Kernargument der Firma: Die Q1-Schwäche und kurzfristige Gegenwinde sind bereits in HOOD eingepreist, die Aktie ist in diesem Jahr bisher um über 38% gefallen.

Der Kursrückgang nach den Zahlen sei daher eher eine Chance als eine Warnung für Langfristanleger, fügte man hinzu.

Warum Bernstein empfiehlt, die Robinhood-Aktie zu kaufen

Laut Gautam Chhugani zeigen unter den enttäuschenden Schlagzeilen mehrere operative Kennzahlen stillschweigend ein anderes Bild, das den Kauf von HOOD-Aktien auf dem Q1-Rücksetzer rechtfertigt.

Dazu gehört das „Prediction Markets“-Geschäft von Robinhood, das die Führungskräfte zuvor als Treiber künftigen explosionsartigen Wachstums bezeichnet haben.

Dieses Segment lieferte ein herausragendes Quartal – Event-Kontrakte generierten einen Rekord von 8.8 billion units im ersten Quartal, wodurch die sonstigen Transaktionserlöse auf $147 million mehr als vervierfacht wurden.

Unterdessen erreichte HOODs Margin-Book mit $17.0 billion einen Rekordwert, ein Plus von 93% gegenüber dem Vorjahr, was darauf hindeutet, dass wohlhabendere, aktivere Kunden ihre Nutzung der Plattform vertiefen.

Gold-Abonnenten erreichten im Q1 mit 4.3 million einen Rekord (plus rund 36%%), mit einer Attach-Rate von 16% in der Kundenbasis und einer Attach-Rate von 40% bei Neukunden.

In seiner Research-Notiz hob Bernstein außerdem hervor, dass die Handelsdaten für April deutlich stärker aussehen: Aktien- und Optionsvolumina steuern auf den stärksten Monat des Jahres zu, und die Prediction Markets bewegen sich auf rund $3 billion an Kontrakten zu – ein Hinweis darauf, dass die Schwäche im Q1 ein Tiefpunkt und kein Trend sein könnte.

Was die HOOD-Aktie 2026 noch nach oben treiben könnte

Mit Blick nach vorn sieht Bernstein zwei Katalysatoren, die Robinhoods Umsatzbasis deutlich ausweiten und die Abhängigkeit von Drittanbieter-Infrastruktur verringern könnten.

Erstens ist die geplante Markteinführung von Rothera Mitte 2026, Robinhoods Joint-Venture-Börse mit dem Handelsunternehmen Susquehanna.

Die neue Börse soll HOOD größere Kontrolle über Preisgestaltung und Produktauswahl für Event-Kontrakte geben, die Abhängigkeit von Plattformen wie Kalshi verringern und potenziell die Margen in der am schnellsten wachsenden Geschäftssparte verbessern.

Zweitens ist die Rolle des Unternehmens als alleiniger initialer Treuhänder für Trump Accounts, eine staatlich unterstützte Sparinitiative für Kinder, die in Partnerschaft mit BNY betrieben wird.

Rund 5.5 million Kinder haben sich bereits aus einem berechtigten Pool von 60 million angemeldet – eine enorme Startfläche für zukünftiges Wachstum geförderter Konten.

Robinhood plant, $100 million zu investieren, um dieses Geschäftsfeld aufzubauen, und hat seine Prognose für die operativen Aufwendungen 2026 mindestens auf $2.7 billion angepasst, um diese Ausgaben abzudecken.

Zusammen könnten diese bedeutenden Katalysatoren die Robinhood-Aktie deutlich nach oben treiben, sagte Chhugani den Kunden.

Wie Anleger Robinhood Markets nach Q1-Ergebnissen handeln sollten

Bei etwa $82 pro Aktie notieren HOOD-Aktien mit einem deutlichen Abschlag gegenüber vor sechs Monaten – und Bernstein ist der Ansicht, dass der Markt die langfristige Ertragskraft der Plattform unterbewertet.

Die gesamten Plattform-Vermögenswerte sind im Jahresvergleich um 39% auf $307 billion gewachsen, gestützt durch kontinuierliche Nettozuflüsse.

International nähert sich Robinhood Markets 1 million finanzierten Kunden, mit einem Krypto-Start in Kanada, einer grundsätzlichen behördlichen Genehmigung in Singapur und einem Marktanteilsgewinn seiner institutionellen Einheit Bitstamp.

Kurz gesagt: Mit schnell skalierenden Prediction Markets, einer Stabilisierung von Krypto im April, einer eigenen Börse in Aussicht und zig Millionen potenziellen Trump-Account-Kunden, die noch zu konvertieren sind, bleibt die langfristige Wachstumsstory von HOOD nach Einschätzung von Bernstein intakt.

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