Plug Power-Aktie

Die Plug Power-Aktie setzte ihren starken Abwärtstrend fort und erreichte ihr niedrigstes Niveau seit März dieses Jahres; der Rückgang hatte im Juni begonnen, als sie ein Hoch von $4,31 verzeichnete. Sie fiel auf $1,77, wobei die Bewertung von $5,7 Milliarden auf aktuell $2,46 Milliarden schrumpfte. Wird der Ausverkauf also weitergehen oder ist es ratsam, den Rückgang zum Nachkauf zu nutzen?

Plug Power-Aktie fällt trotz erzielter Fortschritte

Die PLUG-Aktie befindet sich weiterhin in einem starken Abwärtstrend, obwohl das Unternehmen Fortschritte gemacht hat. So gab das Unternehmen in einer Erklärung vergangene Woche eine strategische Kooperationsvereinbarung mit Arcadia eFuels bekannt und positioniert sich damit als bevorzugter Elektrolyseur‑Lieferant für dessen 1‑GW‑Projekte in Europa und den Amerikas.

Gemäß der Vereinbarung werden 280 MW seiner GenEco‑Elektrolyseure Wasserstoff für das Großprojekt in Vordingborg, Dänemark, produzieren. Zudem kündigte das Unternehmen kürzlich den Versand eines 1‑MW‑GenEco‑PEM‑Elektrolyseurs an HWR Hydrogen, eine Sparte der H.W. Richardson Group, an und erweitert damit seine Lösungen in Neuseeland und Australien.

Diese Entwicklungen folgten auf ermutigende Finanzzahlen. Der Umsatz stieg auf $178,2 Millionen gegenüber $173,9 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Folglich lagen die sechsmonatigen Umsatzerlöse mit $341,8 Millionen über den $307 Millionen des Vorjahres.

Der Großteil von Plug Powers Umsatz stammt aus dem Verkauf von Anlagen, gefolgt von Erlösen aus Kundenlieferungen. Weitere Bereiche wie Dienstleistungen und Stromabnahmeverträge schnitten ebenfalls relativ gut ab.

Am wichtigsten ist, dass das Unternehmen Fortschritte auf dem Weg zur Profitabilität macht. Die Bruttomarge erreichte die Gewinnschwelle. Der Bruttoverlust betrug $1,67 Millionen, eine deutliche Verbesserung gegenüber $53,4 Millionen Verlust im Vorjahr. Der Nettoverlust von Plug Power in Höhe von $190 Millionen war besser als die $228 Millionen ein Jahr zuvor.

Das Unternehmen hat zudem seine Prognose angehoben. Es erwartet, dass der Jahresumsatz um 15–16 % wächst und dass im vierten Quartal ein positives EBITDAS erzielt wird. Außerdem plant es, seine Liquiditätsposition zu stärken, indem Verwässerung vermieden werden soll. So sollen beispielsweise das Datencenter‑Geschäft monetarisiert werden und das Graham‑Werk wurde bereits verkauft.

Trotz dieser Fortschritte sind viele Investoren nicht überzeugt, sodass das Short‑Interesse auf 21 % gestiegen ist. Damit gehört das Unternehmen zu den am stärksten geshorteten im Industriesektor.

Technische Analyse des PLUG-Aktienkurses

Chart der Plug Power-Aktie | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der PLUG‑Kurs diesen Monat seinen starken Abwärtstrend fortgesetzt hat. Er stürzte auf $1,76, das niedrigste Niveau seit März dieses Jahres.

Plug ist bereits unter das wichtige Unterstützungsniveau von $1,87 gefallen, das sein Tief im Juli dieses Jahres markierte. Zudem durchbrach die Aktie die Unterseite der bärischen Flaggenformation, die wir in unserem vorherigen Bericht festgestellt hatten.

Plug Power liegt weiterhin unter dem 50‑ und 100‑Tage‑Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) sowie unter dem Supertrend‑Indikator. Daher ist das wahrscheinlichste Szenario, dass die Aktie weiter fällt, möglicherweise bis zur psychologischen Marke von $1,50.

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