In den letzten Wochen herrschte Flaute bei der Nordex-Aktie. Sie pendelte lustlos zwischen 36 und 42 € auf und ab. Können ihr diese Nachrichten neuen Aufwind verschaffen und sollten Anleger den Windkrafttitel im Depot haben?

Jeden Tag ein neuer Auftrag

Bei Nordex geht es dieser Tage Schlag auf Schlag. Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche meldete der deutsche Windkraftanlagenhersteller einen größeren Auftrag.

Am gestrigen Dienstag gab das Unternehmen einen Auftrag des Projektentwicklers Navaris über 42 MW bekannt. Im Rahmen des Windparkprojekts „Lambacher Höh“ werden vier Turbinen des Typs N163/6.X sowie zwei Anlagen der neueren N175/6.X-Generation inklusive eines 20-jährigen Servicevertrags errichtet.

Und am heutigen Mittwoch folgte gleich der nächste Streich. Nordex meldete neue Aufträge über insgesamt 175 MW aus Frankreich, Portugal und Spanien gemeldet. Es geht dabei um 34 Windenergieanlagen einschließlich mehrjähriger Serviceverträge. Ein finanzielles Auftragsvolumen wurde allerdings nicht genannt.

Darüber hinaus gibt es auch von Produktseite gute Neuigkeiten. Nordex hat seine bewährte Delta4000-Plattform um eine neue Turbine erweitert (die N193/7.X). Diese Anlage ist speziell für Standorte mit schwächeren beziehungsweise niedrigen und mittleren Windgeschwindigkeiten konzipiert und soll laut Hersteller einen bis zu 14% höheren Energieertrag ermöglichen. Die Serienproduktion ist für 2029 geplant.

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Weiter seitwärts

Die Nordex-Aktie steckt seit Anfang Juli in einem hartnäckigen Seitwärtstrend fest. Bei ca. 36 € hat sie zwar einen Boden gefunden, aber alle Erholungsversuche endeten bislang bei knapp 42 €. Derzeit spricht vieles für einen Fortgang dieser Seitwärtsphase.

Wenig Upside, wenig Downside

Trotz der guten jüngsten Nachrichten sehe ich bei der Nordex-Aktie kein nennenswertes Kurssteigerungspotenzial mehr. Sie ist mit einem Forward-KGV von 16 bereits fair bewertet.

2026 dürfte das Wachstum zwar hohe 16% betragen. 2027 wird es sich aller Voraussicht nach aber auf 8% abschwächen. Gleichzeitig besitzt Nordex aber durchaus noch Potenzial bei der Marge.

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Bei Nordex brummt das Geschäft, aber meiner Einschätzung nach ist der brummende Motor bereits in die Bewertung der Nordex-Aktie eingepreist. Deshalb glaube ich nicht mehr an ein signifikantes Upside.

Auf der anderen Seite sehe ich aber auch kein nennenswertes Downside. Momentan spricht viel für eine Fortsetzung der jüngsten Seitwärtsbewegung.

ℹ Nordex in Kürze

  • Die Nordex SE (WKN: A0D655) mit Sitz in Hamburg entwickelt und produziert Onshore-Windkraftanlagen (für den Betrieb an Land). Außerdem ist Nordex in der Planung von Windparks bis zu deren schlüsselfertiger Errichtung tätig.
  • Neben der Hauptproduktionsstätte in Rostock fertigt das Unternehmen an weiteren Standorten in Deutschland, Brasilien, Indien, Mexiko und Polen.
  • Insgesamt installierte Nordex bislang Windenergieanlagen in über 40 Ländern mit einer Leistung von ca. 51 Gigawatt.
  • Nordex im Mitglied im MDAX und TecDAX und an der Börse ca. 9,4 Milliarden € wert.

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