
Der Schwab US Dividend ETF (SCHD) hat seine starke Rallye in diesem Jahr fortgesetzt und ein Rekordhoch von $35,30 erreicht, ein Anstieg von 27 % seit Jahresbeginn. Diese Rallye hat dem Fonds ermöglicht, populäre Indizes wie den Dow Jones, Nasdaq 100 und den S&P 500 zu übertreffen. Das Risiko besteht jedoch darin, dass sich auch einige alarmierende technische Muster gebildet haben, die eine kurzzeitige Gegenbewegung auslösen könnten.
SCHD könnte durch Zuflüsse zum größten Dividenden-ETF werden
Der SCHD-ETF steht auf dem Weg, zum größten Dividendenfonds der Welt zu werden, begünstigt durch starke Zuflüsse und Performance. Daten zeigen, dass der Fonds in diesem Jahr nahezu $20 Milliarden an Vermögenswerten hinzugefügt hat, was ihn zu einem der größten Gewinner in der ETF-Branche macht.
Der Fonds verwaltet nun über $112 Milliarden an Vermögen und ist damit der zweitgrößte Dividenden-ETF der Welt nach dem Vanguard Dividend Appreciation (VIG), der $113 Milliarden verwaltet. Infolgedessen besteht die Möglichkeit, dass SCHD VIG schon in dieser Woche überholen könnte.
Der anhaltende SCHD-Anstieg hat stattgefunden, obwohl er Unternehmen aus traditionellen Branchen abbildet. Zu den größten Positionen zählen Firmen wie Merck, Amgen und Abbott Laboratories. Merck-Aktien sind in diesem Jahr um über 40 % gestiegen, Amgen um mehr als 30 %.
Zu den weiteren Top-Beteiligungen des Fonds gehören Coca-Cola, Chevron, Verizon Communications und ConocoPhillips. Er hält auch große Positionen in Unternehmen wie Home Depot, Procter & Gamble und UnitedHealth.
Diese Zusammensetzung zeigt, dass der Fonds keine direkten Beteiligungen an Unternehmen der KI-Branche wie Nvidia, Micron und SanDisk hat, die in diesem Jahr gut abgeschnitten haben. Seine Performance ist daher eine Folge der laufenden Absicherung, da einige Investoren vor einem Platzen der KI-Blase warnen.
Trotzdem: Zwar schlägt SCHD in diesem Jahr den S&P 500 und den Nasdaq 100, langfristig weist er jedoch eine Geschichte der Underperformance auf. So lag die Gesamtrendite in den letzten fünf Jahren bei 62 %, deutlich unter den 80 % von VOO bzw. 91,4 % von QQQ.
Technische Analyse SCHD ETF: riskante Muster zeichnen sich ab

SCHD-Chart | Quelle: TradingView
Das Tageschart zeigt, dass der SCHD-ETF in diesem Jahr in einer starken Rallye war und sich nun nahe seinem Allzeithoch bewegt. Ein genauerer Blick zeigt, dass er einen aufsteigenden Kanal gebildet hat und sich nun nahe der oberen Begrenzung befindet. In den meisten Fällen ist ein solcher aufsteigender Kanal in der technischen Analyse ein Fortsetzungssignal.
Der Fonds notiert weiterhin oberhalb der 50- und 100-Tage-EMA, ein Zeichen dafür, dass die Bullen vorerst die Kontrolle haben.
Das Risiko besteht jedoch darin, dass sich eine kleine Insel-Umkehrformation gebildet hat. Dieses Muster entsteht, wenn ein Asset mit einer Kurslücke nach oben startet und dann eine Weile konsolidiert. Häufig führt es zu einer Umkehr.
Gleichzeitig haben die beiden Linien des Percentage Price Oscillator (PPO) ein bärisches Cross-over gebildet und zeigen nach unten. All das geschieht in der Nähe der oberen Kanalbegrenzung.
In den meisten Fällen kann sich ein Asset weiter nach oben bewegen oder drehen. Ein Anstieg auf $40 wäre bestätigt, wenn es über die obere Kanalbegrenzung ausbricht. Alternativ könnte der Abwärtstrend wieder einsetzen und die untere Kanalbegrenzung bei $33,25 erneut testen.
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