boeing earnings when will ba target $10 billion free cash flow again

Die Boeing (BA)-Aktie setzt am Dienstagmorgen Kursgewinne fort, obwohl der Flugzeughersteller im fiskalischen zweiten Quartal (Q2) einen größer als erwarteten Verlust ausweist.

Investoren reagieren positiv auf BA vor allem, weil die Schwäche beim Ergebnis je Aktie die Jahresprognose des Managements für bis zu 3 Milliarden USD (ca. 2,6 Milliarden €) Free Cashflow nicht gefährdete.

Noch wichtiger: CEO Kelly Ortberg sagte gegenüber CNBC in einem Interview nach den Zahlen, dass Boeing „bald“ seine langfristige Zielvorgabe für etwa 10 Milliarden USD (ca. 8,7 Milliarden €) Free Cashflow wieder aufnehmen könne.

Nach der heutigen Rally liegen die Boeing-Aktien ungefähr auf dem gleichen Kursniveau, auf dem sie das Jahr 2026 begonnen haben.

Was verursachte den größeren Verlust von Boeing im zweiten Quartal?

Der Hauptgrund für das verfehlte Ergebnis von Boeing im Q2 (Verlust von 76 Cent je Aktie gegenüber erwarteten 30 Cent) war eine neue Belastung in Höhe von 280 Millionen USD (ca. 244,2 Millionen €) im Zusammenhang mit dem VC-25B-Programm, besser bekannt als Ersatz für Air Force One.

In „Squawk Box“ erklärte CEO Kelly Ortberg, dass das Unternehmen zusätzliche Ingenieurs- und Produktionsressourcen in das Programm steckt, um Modifikationen und Flugtests fristgerecht abzuschließen.

Nach den Bedingungen der 2018 unterzeichneten 3,9 Milliarden USD (ca. 3,4 Milliarden €) Festpreisvereinbarung muss Boeing etwaige Kostenüberschreitungen selbst tragen.

Abgesehen vom Präsidentenjet arbeitet der Geschäftsbereich Defense, Space & Security (BDS) weiter an der Endphase älterer Festpreisverträge, die historisch die Gewinne belasten.

Ortberg betonte, dass Boeing den Geschäftsbereich stabilisiere, da zentrale Programme operative Meilensteine erreichen – etwa die Serienproduktion des T-7-Trainingsjets und die Zulassung der Low-Rate-Initialproduktion für den MQ-25-Tanker – obwohl Festpreis-Verteidigungsverträge solange belasten, bis sie vollständig geliefert sind.

Die Verteidigungserlöse von Boeing stiegen im zweiten Quartal um 13 %.

Warum CEO Ortberg bei BA-Aktien weiterhin optimistisch bleibt

Ortbergs Optimismus gründet sich darauf, dass die maßgeblichen regulatorischen Hürden für Boeings stark nachgefragte Verkehrsflugzeuge überwunden werden könnten, was er als den entscheidenden Auslöser für sowohl Cashflow als auch Aktienkurs ansieht.

Die Flugtests der Varianten 737 MAX 7 und MAX 10 sind nun abgeschlossen. Für die -7 wird kurzfristig eine FAA-Zulassung erwartet, die -10 soll später in diesem Jahr folgen.

Die Genehmigung dieser Modelle sowie die abschließenden Zertifizierungsarbeiten an der 777X, für die es bereits „sehr starke Nachfrage“ internationaler Fluggesellschaften gebe, sind entscheidend, um ab 2027 Lieferungen aus Boeings großem Auftragsbestand freizusetzen.

Ortberg betonte, dass mit abnehmender regulatorischer Unsicherheit und beschleunigten Produktionslieferungen die daraus resultierende Ausweitung des Cashflows die konkreten Belege liefern werde, die Anleger zur weiteren Kurssteigerung der Boeing-Aktie benötigen.

Wie sollte man Boeing-Aktien nach den Q2-Zahlen handeln?

Ein weiterer wichtiger langfristiger Pfeiler von Boeings Cashflow-Geschichte hängt von der Finalisierung einer mit Spannung erwarteten Verpflichtung über 200 Flugzeuge aus China ab, nach Ortbergs jüngster Reise nach Peking in Begleitung von Präsident Trump.

Während das Schlagzeilen-Deal Boeings ersten großen Verkauf an chinesische Fluggesellschaften seit fast einem Jahrzehnt darstellt, ist die Anfangsverpflichtung noch nicht in feste Auftragsbücher übergegangen.

Ortberg stellte klar, dass Boeing derzeit den üblichen Zuteilungsprozess durchläuft und mit chinesischen Beamten und einzelnen Airlines an der Aushandlung einzelner Lieferverträge arbeitet.

Der CEO zeigte sich hinsichtlich möglicher Hindernisse unbesorgt und erwartet, dass diese verbindlichen Vereinbarungen in den kommenden Monaten abgeschlossen werden, wodurch die Bestellungen formal im Auftragsbestand verankert würden.

Zu beachten ist, dass Wall Street BA-Aktien derzeit als „Overweight“ einstuft und ein durchschnittliches Kursziel von rund $281 nennt.

The post Boeing-Ergebnisse: Wann zielt BA wieder auf $10 Mrd. Free Cashflow? appeared first on Invezz