
In February 2026, Mexico’s trade balance fell to a $463 million deficit, reversing the $1.65 billion surplus from the previous year and exceeding analysts‘ projections of a $1.2 billion surplus.
Ein deutlicher Anstieg der Importe, der eine erhöhte Binnennachfrage und eine Erholung der Industrieaktivität widerspiegelt, war ein wesentlicher Faktor für den unerwarteten Rückgang.
Im Vergleich zu den Vormonaten stiegen die Gesamtimporte deutlich und legten im Jahresvergleich um 20.8% auf $57.31 billion zu.
Ein Rückgang der Ölimporte um 1.4% wurde mehr als ausgeglichen durch einen Anstieg der Nicht-Öl-Käufe um 22.6%, was den Anstieg vorantrieb.
Dies deutet darauf hin, dass der Anstieg hauptsächlich durch Inlandsproduktion und -konsumbedürfnisse und weniger durch Energiebedarf verursacht wurde.
Die starke Nachfrage nach Vorleistungen für die Fertigung und industrielle Prozesse zeigte sich im Anstieg der Vorleistungsimporte unter den Importen ohne Öl um 29.5%.
Die Importe von Konsumgütern stiegen hingegen um 5.5% und deuten auf eine stabile Haushaltsnachfrage trotz globaler Unsicherheiten hin.
Insgesamt geriet die Handelsbilanz schließlich in ein Defizit, da die Stärke der Importe die Zuwächse auf der Exportseite überstieg.
Exportwachstum bleibt stark, aber uneinheitlich
Mit einem Anstieg von 15.8% im Jahresvergleich auf $56.85 billion verzeichneten auch die Exporte im Februar starkes Wachstum, bedingt durch die starke Performance der Nicht-Öl-Sektoren.
Die Exporte ohne Öl wuchsen um 17.5% infolge signifikanter Zuwächse in wichtigen Kategorien.
Das stärkste Wachstum unter den Exportkomponenten verzeichneten Bergbauprodukte, die aufgrund günstiger Bedingungen an den globalen Rohstoffmärkten und erhöhter Auslandsnachfrage um 107.6% zulegten.
Gleichzeitig stiegen die verarbeiteten Güter um 17.1% und festigten damit Mexikos Stellung als bedeutender Industrieexporteur.
Nicht jeder Sektor zeigte jedoch dieselbe Exportleistung.
Agrarexporte gingen um 12.8% zurück.
Es gab Hinweise auf Belastungen in der Automobilindustrie, einem der wichtigsten Exporttreiber Mexikos.
Die Lieferungen an Mexikos größten Handelspartner, die Vereinigten Staaten, fielen um 8.7% und trugen wesentlich zu dem 3.4%igen Rückgang der Autoexporte bei.
Darüber hinaus brachen die Ölverkäufe ins Ausland deutlich um 24.2% ein.
Handel ohne Öl stützt die Außenwirtschaft
Trotz des headlineprägenden Defizits zeigte Mexikos Außenbereich insbesondere im Handel ohne Öl Widerstandskraft.
Infolge breit gefächerter Nachfrage in wichtigen Märkten wuchsen die gesamten Exporte ohne Öl weiterhin kräftig.
Der Anstieg der Lieferungen in die USA um 15.9% unterstreicht die anhaltende Stärke der bilateralen Handelsbeziehungen.
Gleichzeitig stiegen die Exporte in andere Auslandsmärkte um 26.4% und deuten darauf hin, dass sich Mexikos Exportmärkte diversifizieren.
Dieses Wachstum zeigt die zunehmende Bedeutung der Nicht-Öl-Industrien für die Aufrechterhaltung der Handelsleistung Mexikos trotz Herausforderungen in etablierten Sektoren wie Öl und Automobilen.
Handelsdynamik spiegelt inländische und externe Belastungen wider
Mehrere interne und externe Faktoren haben zum Übergang ins Defizit beigetragen.
Wachsende Importe von Konsum- und Zwischenwaren deuten auf eine höhere Binnennachfrage und verstärkte Produktionsaktivität hin.
Das gesamtwirtschaftliche Handelsplus wurde von außen durch eine ungleichmäßige Exportentwicklung gebremst, insbesondere durch Rückgänge bei Öl- und Autoexporten.
Obwohl das Exportwachstum insgesamt stark blieb, reichte es nicht aus, den starken Anstieg der Importe auszugleichen.
Insgesamt deuten die Daten darauf hin, dass Veränderungen der Binnennachfrage und sektorenspezifische Exportentwicklungen größeren Einfluss auf Mexikos Handelsbilanz ausüben.
Die Exporte ohne Öl bleiben weiterhin robust, was ermutigend ist. Ob das Exportwachstum in den kommenden Monaten mit der steigenden Importnachfrage Schritt halten kann, wird das Gesamtbild bestimmen.
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