The Bank of Canada is expected to keep its key interest rate unchanged through 2026.

Laut einer Reuters-Umfrage sind sich Ökonomen viel mehr einig als noch vor einem Monat, dass die Bank of Canada ihren Übernachtzinssatz bis 2026 beibehalten wird.

Die Vorstellung, dass die politischen Entscheidungsträger nach einem langwierigen Lockerungszyklus nicht in Eile sind, die Kreditpreise zu ändern, wurde durch Erwartungen an ein konstantes Wirtschaftswachstum und überwiegend kontrollierte Inflation gestärkt.

Laut allen 35 zwischen dem 20. und 23. Januar befragten Ökonomen wird die Zentralbank ihren Leitzins am 28. Januar bei 2,25 % beibehalten.

Die Zinsen bleiben bis 2026 unverändert, so fast 75 % der Befragten (26 von 35), ein deutlicher Anstieg gegenüber etwas mehr als 60 % im Dezember.

Trotz widersprüchlicher Signale aus den jüngsten Daten zeigt die wachsende Mehrheit Zuversicht, dass die Wirtschaft weiterwachsen kann, ohne die Inflationssorgen neu zu entfachen.

Die politischen Entscheidungsträger haben mehr Anreiz, vorsichtig zu sein, als den Kurs zu ändern, da die Zentralbank ihren Leitzins letzten Monat beibehalten und eine längere Pause angekündigt hat.

Gemischte wirtschaftliche Signale stützen eine Abwarten-und-Sehen-Haltung

Die kanadische Wirtschaft wird in aktuellen Kennzahlen ungleichmäßig dargestellt. Nach drei aufeinanderfolgenden monatlichen Erhöhungen stagnierte das Beschäftigungswachstum im Dezember, was die Arbeitslosenquote erhöhte.

Gleichzeitig lockerten sich die streng überwachten Kernindikatoren, obwohl die Inflation stärker als erwartet anstieg.

Diese gegensätzlichen Muster verdeutlichen das prekäre Gleichgewicht der Zentralbank. Weichere Arbeitsmarktdaten deuten einerseits darauf hin, dass die Wirtschaft weiterhin träge ist.

Der Bedarf an weiteren Zinssenkungen in naher Zukunft ist jedoch durch eine stärkere Gesamtinflation begrenzt.

Der aktuelle Tageskurs liegt im unteren Bereich von 2,25 % bis 3,25 %, den die Bank of Canada als neutral einstuft, was bedeutet, dass er weder die wirtschaftliche Aktivität fördert noch hemmt.

Diese Haltung gibt den Entscheidungsträgern Spielraum bei der Beurteilung, ob die Wirtschaft sich auf eine nachhaltige Expansion einpendelt.

Das Erbe der aggressiven Lockerung ist bis heute präsent

Die Zentralbank gehörte zu den aktivsten ihrer G10-Pendants und senkte die Zinssätze zwischen Juni 2024 und Oktober 2025 um insgesamt 275 Basispunkte.

Die Wirtschaft spürt weiterhin die Folgen dieser Kürzungen, die das Wachstum ankurbeln sollten, da der Inflationsdruck nachließ.

Die BoC ist nun bereit, eine etwas langwierige Abwartenshaltung zu verfolgen.

Avery Shenfeld, Chefökonom bei CIBC Capital Markets, erklärte, dass eine Veränderung in diesem Jahr eher eine Kürzung als eine Erhöhung sein wird.

“Die Zinsen sind noch nicht besonders stimulierend, und es gibt immer noch viel Spielraum auf dem Arbeitsmarkt sowie eine beträchtliche Unsicherheit über das Tempo der Expansion in diesem Jahr”, fuhr er fort.

Handelsrisiken erhöhen die Vorsicht in der Politik

Auch Vorsicht ist aufgrund äußerer Gefahren geboten. Ökonomen sorgen sich weiterhin über die Möglichkeit neuer Handelsstreitigkeiten mit den Vereinigten Staaten, Kanadas größtem Exportmarkt.

Ein weiteres Maß an Unsicherheit ist das US-Mexiko-Kanada-Abkommen, das im Juli überprüft werden soll.

Trotz US-Zöllen von 25 % bis 50 % auf wichtige Industrien wie Stahl, Aluminium, Automobile und Holz ist Kanadas Wirtschaft relativ stark geblieben.

Laut Shenfeld beruht seine Basisprognose auf der Annahme, dass Industrien, die nun Freihandelszugang zu den Vereinigten Staaten haben, dies weiterhin tun werden, sei es durch ein Abkommen oder langwierige Gespräche, die den Status quo aufrechterhalten.

Er warnte jedoch, dass eine umfangreichere Zollerhöhung die Entwicklung behindern und die Zentralbank dazu zwingen könnte, die Zinssätze noch weiter zu senken.

Während sich die politischen Aussichten stabilisieren, verlangsamt sich das Wachstum

Laut der Umfrage wird nach einem Wachstum von 2,6 % im dritten Quartal prognostiziert, dass das Wirtschaftswachstum Kanadas im letzten Quartal drastisch auf eine annualisierte Rate von nur 0,3 % zurückgegangen ist.

Statt einer schnellen Wende stärkt eine solche Verlangsamung die Argumente für politische Stabilität.

Ökonomen sehen keinen Grund, warum die Bank of Canada angesichts des abnehmenden Wachstums, der zurückhaltenden Inflation und anhaltender Handelsunsicherheiten die Richtung ändern sollte.

Vielmehr ist der Konsens, dass eine längere Pause es den politischen Entscheidungsträgern ermöglichen wird, zu beurteilen, ob die Wirtschaft ohne weitere politische Unterstützung an Fahrt aufnehmen kann.

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