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Der aktivistische Investor Elliott Management steht kurz davor, eine Vergleichsvereinbarung mit PepsiCo zu erzielen, berichtete das Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Konturen des Abkommens bleiben unklar, aber eine Resolution würde die jüngste in einer Reihe von Gesprächen zwischen einem der einflussreichsten aktivistischen Investoren der Welt und dem US-amerikanischen Getränke- und Snack-Konzern markieren.

Elliott gab im September einen Anteil von etwa 4 Milliarden US-Dollar an PepsiCo bekannt und hat das Unternehmen seitdem dazu gedrängt, die Bemühungen zur Steigerung des Aktienkurses, zur Wiederbelebung der Limonadensparte und zur Schärfung seiner Wettbewerbsfähigkeit in wichtigen Märkten zu beschleunigen.

Der Investor ist der Ansicht, dass die PepsiCo-Aktien mindestens 50 % gewinnen könnten, wenn das Unternehmen eine gründlichere strategische und operative Reform durchführt.

Kollaboratives Engagement, aber offene Fragen zum Abfüllen

PepsiCo-Geschäftsführer Ramon Laguarta hat die Gespräche des Unternehmens mit Elliott wiederholt als konstruktiv beschrieben.

Im Oktober sagte er, er stimme Elliotts Einschätzung zu, dass die Aktien des Unternehmens unterbewertet seien, und stellte fest, dass mehrere der Vorschläge des Investors bereits in der langfristigen Strategie von PepsiCo widergespiegelt seien.

Allerdings hat PepsiCo keine Klarheit zu einer der wichtigsten Forderungen von Elliott geliefert: eine Überprüfung seines umfangreichen nordamerikanischen Abfüllnetzwerks, einschließlich der möglichen Umverteilung dieser Betriebe, um die Margen zu steigern.

PepsiCo behält im Gegensatz zum Konkurrenten Coca-Cola eine bedeutende Kontrolle über seine Abfüllung, und Elliott argumentiert, dass ein dezentraleres Modell erheblichen Wert schaffen könnte.

Elliott hat das Unternehmen außerdem dazu aufgefordert, sein Portfolio zu straffen, indem es Nicht-Kern- und unterperformende Vermögenswerte veräußert und gleichzeitig die Innovation über seine Flaggschiffmarken hinweg intensiviert.

Kosteneinsparungen und Markenüberarbeitungen prägen die Reaktion von PepsiCo

PepsiCo steht unter Druck, das Momentum wiederzubeleben, da das Verkaufswachstum von der zweistelligen Expansion in den letzten Jahren abkühlt.

Im jüngsten Quartal stiegen die Umsätze nur um 1,3 %, ohne Währungsbewegungen und MandA, während die Volumina bei nordamerikanischen Snacks und Getränken im Jahresvergleich sank.

Das Unternehmen hat mit einer Mischung aus Kostensenkungen und Markenauffrischungen reagiert.

Es hat zwei US-Fertigungsbetriebe geschlossen, seine Produktlinien um etwa 15 % reduziert und weitere Effizienzsteigerungen hervorgehoben.

PepsiCo ernannte außerdem Steve Schmitt, einen Walmart-Manager, zum neuen Finanzchef, nachdem Jamie Caulfield seinen Rücktritt angekündigt hatte.

Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf sich verändernde Verbraucherpräferenzen.

Es bereitet einen Neustart von Gatorade vor und hat aktualisierte Versionen von Lay’s und Tostitos eingeführt.

Im Bereich Getränke plant PepsiCo, ein neues Propel-Getränk mit Elektrolyten, Ballaststoffen und Protein auf den Markt zu bringen, basierend auf der Übernahme der präbiotischen Limonademarke Poppi.

Elliotts umfassendere Kampagne in der gesamten amerikanischen Wirtschaft

Elliott, das Vermögenswerte im Wert von mehr als 70 Milliarden Dollar verwaltet, ist einer der geschäftigsten Aktivisten auf den globalen Märkten.

Kürzlich erwarb sie einen Anteil von mehr als 5 Milliarden Dollar an Honeywell International, was den Konzern dazu brachte, sich aufzulösen und sich letztlich einen Vorstandssitz zu sichern.

Das Unternehmen hat zudem große Anteile an Starbucks, Phillips 66 und Southwest Airlines aufgebaut und drängt auf beschleunigte operative und strategische Veränderungen.

Der Investor ist bekannt für seine langen und aggressiven Kampagnen, darunter einen 15-jährigen Streit mit Argentinien über ausgefallene Anleihen, der in einer Einigung über 2,4 Milliarden Dollar endete.

Das Engagement mit PepsiCo scheint nun auf ein ausgehandeltes Ergebnis zuzusteuern, was einen Wendepunkt für einen Konsumgüterriesen markiert, der sich mit einem verlangsamenden Wachstum und veränderten Verbrauchergeschmack konfrontiert.

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