Bei 3.000 Euro Dividende im Monat kann man doch irgendwie schon von finanzieller Freiheit sprechen. Doch wer dieses Ziel erreichen will, braucht mehr als ein Depot voller Aktien mit hohen Ausschüttungen.
Der entscheidende Punkt wird häufig übersehen: Nicht die höchste Dividende zählt, sondern die Qualität der Dividende. Wer hier die falschen Entscheidungen trifft, kann jahrelang investieren und seinem Ziel trotzdem kaum näherkommen.
3.000 Euro Dividende im Monat: So viel Kapital ist tatsächlich nötig
Beginnen wir mit der wichtigsten Rechnung: 3.000 Euro monatliche Dividende entsprechen 36.000 Euro pro Jahr – und zwar zunächst vor Steuern.
Bei einer langfristig angenommenen Dividendenrendite von 4 % wären dafür rund 900.000 Euro investiertes Kapital erforderlich. Bei 3 % wären es immerhin schon 1,2 Mio. Euro. Allerdings bieten die meisten Qualitätsaktien keine 2 %, sondern liegen deutlich darunter.
Allein dieser Sachverhalt zeigt, warum der Weg zu einem vierstelligen Dividendeneinkommen vor allem eine Frage des Kapitals und der Zeit ist.
Der erste typische Fehler ist deshalb, das Ziel zu unterschätzen. Wer nämlich versucht, fehlendes Kapital durch besonders hohe Dividendenrenditen auszugleichen, geht schnell unnötige Risiken ein.
Aktien mit einer Dividendenrendite von 8, 10 oder sogar 15 % wirken auf den ersten Blick wie ein Dividenden-Monster. Doch solche ungewöhnlich hohen Renditen deuten meist auch darauf hin, dass etwas nicht stimmt.
Meist ist der Aktienkurs zuvor stark gefallen, der Markt zweifelt an der bisherigen Ausschüttung. Wird die Dividende anschließend gekürzt, verschwindet der vermeintliche Vorteil schneller als gedacht.
Wer langfristig Vermögen aufbauen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die aktuelle Dividendenrendite schauen. Wichtiger sind unter anderem die Entwicklung von Umsatz und Gewinn, die Ausschüttungsquote, der freie Cashflow, die Verschuldung und die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Dividende langfristig zu halten oder sogar zu steigern.
Auf Diversifikation achten und die Zeitkarte spielen
Auch eine zu starke Konzentration auf nur wenige Dividendenzahler kann problematisch werden. Fällt bei einem Unternehmen der Gewinn und wird die Ausschüttung gekürzt, trifft das direkt die laufenden Einnahmen. Ein breit diversifiziertes Depot kann solche Rückschläge besser abfedern.
Und dann wäre da noch der Faktor Zeit. Wer während der Aufbauphase Ausschüttungen wieder investiert und zusätzlich stetig Geld in das eigens konstituierte Dividenden-System investiert, kann vom Zinseszinseffekt profitieren. Selbst ohne einen Tenbagger als Volltreffer zu erreichen, kann die kumulierte Rendite so über Jahre hinaus beeindruckend ausfallen.
Fazit: 3.000 Euro Dividende sind möglich
3.000 Euro passive Dividende pro Monat sind keine Selbstverständlichkeit. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht man ausreichend Kapital, einen langen Anlagehorizont und vor allem einen klaren Blick auf die Qualität der Unternehmen.
Achtet also nicht nur auf die höchste Dividende, sondern schärft euren Blick für Unternehmen, die in zehn oder 20 Jahren deutlich mehr Gewinn erzielen werden.
Der Artikel 3.000 Euro passive Dividende: Durch diese Fehler erreichst du sie niemals! ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.