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Dienstag, 18. Januar 2011 | 18:47
ATLANTA (Dow Jones)--Die zweitgrößte US-Fluggesellschaft Delta Airlines rechnet trotz steigender Treibstoffkosten im laufenden Jahr mit einem höheren Gewinn als 2010. Zugleich ließ CEO Richard Anderson am Dienstag Kritik an dem Flugzeughersteller Boeing anklingen, der wohl nicht bereit sein werde, sein Erfolgsmodell Boeing 737 mit neuen Triebwerken auszustatten. Er verwies auf die Boeing-Konkurrenten Airbus und Bombardier, die auf spritsparende Triebwerke setzen.
Um die Flotte zu modernisieren, will Delta nach Aussage Andersons in diesem Jahr neue Flugzeuge bestellen, die ab 2013 ausgeliefert werden sollen. Beobachter gehen davon aus, dass Delta - einer der wichtigsten Boeing-Kunden - 200 oder mehr Maschinen ordern könnte.
Die sorgfältige Ausweitung der Kapazitäten, höhere Ticketpreise und höhere Einnahmen aus Zusatzgebühren beispielsweise für die Beförderung von Gepäck würden die höheren Treibstoffkosten aufwiegen, sagte CEO Anderson in einer Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal. Im Gesamtjahr 2010 verdiente Delta 593 Mio USD, während 2009 noch ein Verlust von 1,24 Mrd USD zu Buche gestanden hatte.
Im Schlussquartal 2010 erzielte Delta dank der höheren Nachfrage einen Gewinn von 19 Mio USD bzw 0,02 USD je Aktie, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 25 Mio USD bzw 0,03 USD je Aktie angefallen war, wie Delta am Dienstag mitteilte. Ohne die Kosten aus der Ende 2008 erfolgten Fusion mit Northwest Airlines habe der Gewinn bei 0,19 USD je Aktie gelegen, nach einem Verlust von 0,27 USD je Aktie im Vorjahresquartal. Der Umsatz wuchs um 14% auf 7,79 Mrd USD.
Obwohl Delta damit erstmals seit dem Jahr 2000 für das Schlussquartal einen Gewinn auswies, enttäuschte der Konzern die Anleger. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einem Überschuss von 0,24 USD je Aktie bei Erlösen von 7,74 Mrd USD gerechnet. Am New Yorker Aktienmarkt verlor die Delta-Aktie 6,3% auf 11,95 USD und war damit schwächster Wert der Branche.
Für Kritik sorgte die Kapazititätsausweitung, der Umsatz je verfügbarer Sitzmeile stieg lediglich um 8% und damit deutlich langsamer als der Gesamtumsatz. CEO Anderson versuchte zu beschwichtigen: "Wir werden bei der Kapazität verantwortungsbewusst handeln." In den kommenden 18 Monaten will Delta weitere 100 Flugzeuge aus dem Betrieb nehmen. Sollten die Treibstoffkosten steigen, werde Delta nicht davor zurückschrecken, weitere Maschinen stillzulegen. Nachdem Delta in den vergangenen 18 Monaten rund 100 Flugzeuge außer Betrieb genommen hat, umfasst die Flotte noch mehr als 700 Maschinen.
Webseite: www.delta.com
-Von Doug Cameron, Dow Jones Newswires,
+49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com
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(END) Dow Jones Newswires
January 18, 2011 13:47 ET (18:47 GMT)
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