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Freitag, 01. Juni 2012 | 19:27
NEW YORK (Dow Jones)--Die Autokonzerne können sich nach einem leichten Durchhänger im April wieder über solide Zuwachsraten auf dem US-Automarkt freuen. Die Verkäufe zogen im Mai wieder kräftig an, Sorgen über die US-Ökonomie scheinen die Autokäufer nicht vom Weg ins Autohaus abzuhalten. Dabei waren die am gleichen Tag für Mai veröffentlichten Daten vom Arbeitsmarkt alles andere als ermutigend.
Die Hersteller geben sich jedoch zuversichtlich, dass es in ihrer Branche weiter aufwärts geht. "Ich glaube nicht, dass die Daten vom Arbeitsmarkt selbst einen Einfluss haben", sagte Ken Czubay, US-Vertriebschef von Ford. "Die Händler sagen mir, dass am Wochenende viele Kunden ihren Weg in die Autohäuser gefunden haben. Es gibt Bedarf."
Der Marktführer General Motors verzeichnete die höchste monatliche Zuwachsrate seit August 2009. Der Konzern verkaufte 245.256 Fahrzeuge, das ist ein Plus von 11 Prozent. Einen noch besseren Mai erwischte Ford: Der Hersteller legte beim Absatz um 13 Prozent auf 216.267 Fahrzeuge zu, vor allem befeuert von der regen Nachfrage nach Pickup-Trucks.
Unter den US-Herstellern müssen die beiden Großen aber zumindest beim Wachstum hinter Chrysler zurückstecken. Der Traditions-Autobauer, der einst insolvent war und mittlerweile der italienischen Fiat SpA gehört, wartet seit Monaten mit kontinuierlich hohen Wachstumsraten auf. Chrysler verkaufte im Mai 150.041 Fahrzeuge, das ist ein sattes Plus von 30 Prozent. Geholfen haben dem Hersteller jüngst mehrere Modelloffensiven.
Bei den deutschen Herstellern schreibt Volkswagen seine nordamerikanische Erfolgsgeschichte fort. Die Wolfsburger setzten vergangenen Monat in den USA mit 38.657 Autos 28 Prozent mehr ab als im Mai vergangenen Jahres. Das sei der beste Mai seit 1973, teilte Volkswagen of America mit. Allein der speziell auf den US-Markt abgestimmte Passat verkaufte sich 10.178 Mal.
Der Sportwagenhersteller Porsche blieb mit einem Plus von 1,24 Prozent auf 2.852 Autos dagegen weit hinter den Zuwachsraten der anderen. Allerdings konnte das Unternehmensflaggschiff 911er, das im vergangenen Jahr neu aufgelegt worden ist, um 43 Prozent zulegen.
Beim Dreikampf um die Krone des größten deutschen Premiumherstellers in den USA hatte im Mai - zumindest auf die jeweilige Kernmarke bezogen - Mercedes-Benz die Nase vorn. Die Stuttgarter steigerten den Absatz der Marke mit dem Stern um knapp ein Fünftel auf 22.515 Autos und lagen damit vor dem Erzrivalen BMW. Die Münchener kamen - ohne Mini - auf 22.168 Fahrzeuge, ein Plus von lediglich 7 Prozent. Audi konnte im Mai 11.503 Autos an die Kunden übergeben, das sind 10 Prozent mehr als im Mai des vergangenen Jahres.
Bei Toyota geht es weiter bergauf. Der Absatz des japanischen Herstellers lag vor einem Jahr noch darnieder, da die Produktionshallen des Unternehmens hart von der Erdbebenkatastrophe in seinem Heimatland gebeutelt worden waren. Die US-Händler verfügten einfach keine Autos der Marke, die sie hätten verkaufen können. Im abgelaufenen Monat - die Toyota-Autohäuser platzen wieder aus allen Nähten - konnte Toyota endlich wieder die Marke von 200.000 Autos übertreffen. Der Absatz kletterte um 87 Prozent auf 202.973 Autos.
Auch Honda legte kräftig zu, das Unternehmen verkaufte mit 133.997 Einheiten 48 Prozent mehr Fahrzeuge. Nissan konnte das hohe Tempo nicht mitgehend. Der Absatz des dritten Japaners im Bunde stieg lediglich um knapp über ein Fünftel auf 91.794 Fahrzeuge. Die koreanische Hyundai vermeldete ein Absatzplus von 13 Prozent auf 67.019 Autos.
DJG mgo kla
(END) Dow Jones Newswires
June 01, 2012 15:27 ET (19:27 GMT)
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