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Montag, 10. Oktober 2011 | 13:46
(durchgehend neu)
Von Natali Schwab
DOW JONES NEWSWIRES
MOSKAU HERZOGENAURACH (Dow Jones)--Der Sportartikelhersteller adidas sieht in Russland noch auf Jahre hinaus große Wachstumschancen. So wollen die Herzogenauracher in Russland und den Ländern der GUS bis 2015 jährlich durchschnittlich zweistellig zulegen, sagte der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer auf einer Veranstaltung in Moskau.
Der Umsatz mit Marken wie adidas und Reebok soll 2013 bei vergleichbaren Wechselkursen die Marke von 1 Mrd EUR knacken. Die Region Russland GUS soll sich damit als einer der drei größten Märkte von adidas weltweit etablieren.
Russland GUS zählt zusammen mit Nordamerika und China zu den drei wichtigsten Märkten innerhalb des strategischen Geschäftsplans "Route 2015". Dieser sieht vor, dass diese drei Märkte 50% des gesamten Umsatzwachstums der Gruppe beisteuern werden. Bis 2015 will adidas den Konzernumsatz um 45% bis 50% auf 17 Mrd EUR weltweit steigern und nachhaltig eine operative Marge von 11% erreichen. 2010 betrug der Umsatz knapp 12 Mrd EUR. Den größten Umsatzbeitrag leistete damals Westeuropa mit 3,5 Mrd EUR vor Nordamerika mit 2,8 Mrd EUR. China steuerte 1 Mrd EUR bei.
Erreichen will die Marke mit den drei Streifen ihre Ziele in Russland GUS durch die Erweiterung ihres Filialnetzes. Die Zahl der eigenen Einzelhandelsgeschäfte soll bis Ende 2011 auf 800 steigen, bis 2015 sollen mindestens 400 Stores hinzukommen.
Einen Popularitätsschub erwartet sich adidas von der Fußballeuropameisterschaft im kommenden Jahr. Gastgeber sind Polen und die Ukraine, die für adidas einen Teil des Markts Russland GUS bildet. adidas tritt wieder als offizieller Sponsor, Ausrüster und Lizenznehmer für die EURO auf. Das Geschäft mit Fußballprodukten soll daher nach dem Willen Hainers neue Umsatzhöhen erreichen und mehr als die 1,5 Mrd EUR erzielen, die adidas bei der Fußball-WM in Südafrika 2010 erwirtschaftete.
In der Ukraine ist adidas eigenen Aussagen zufolge bereits Marktführer und will diese Position ausbauen. In Polen soll die Marktführerschaft bis 2015 erreicht werden.
Die Turbulenzen an den Finanzmärkten sowie die Schuldenkrise in Europa haben dagegen bislang keinen negativen Einfluss auf adidas, erklärte Hainer weiter, der sich über die Zukunft des Unternehmens weiter optimistisch zeigte.
Die adidas-Aktie legte am Montag nachmittag in einem freundlichem Umfeld überdurchschnittlich um 2,8% auf 48,86 EUR zu.
-von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119,
natali.schwab@dowjones.com
(Olga Razumovskaya hat zu diesem Bericht beigetragen)
DJG nas kla
(END) Dow Jones Newswires
October 10, 2011 09:46 ET (13:46 GMT)
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