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DE0005937007
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593700
Montag, 17. Oktober 2011 | 10:26
(NEU: Statement von MAN im 3.Absatz)
Von Nico Schmidt
DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Ferrostaal-Hauptanteilseigner IPIC hat MAN erneut zu Gesprächen über die Zukunft des Essener Industriedienstleisters aufgefordert und die geringe Kooperationsbereitschaft der Münchener kritisiert. "Wir haben wiederholt ein Treffen mit MAN angefragt, um ungeachtet unserer juristischen Differenzen zu prüfen, ob wir gemeinsam im Sinne Ferrostaals zusammenarbeiten können", sagte der Vorsitzender des Staatsfonds aus Abu Dhabi, Khadem Al Qubaisi, am Montag. Bis heute habe MAN nicht auf die jüngste direkte Anfrage für ein Treffen geantwortet.
"MAN wollte dies (ein Treffen) anfangs nur unter der Bedingung akzeptieren, dass ich persönlich anwesend sein würde, was ich umgehend zusagte. Seit dem haben wir mehrere alternative Terminvorschläge für ein Treffen unterbreitet, ohne eine direkte Antwort von MAN zu bekommen. Nun wurde uns mitgeteilt, dass MANs Entscheidungsträger bis Ende Oktober nicht zur Verfügung stehen", erklärte er.
Al Qubaisi kritisierte, dass sich MAN und der Hauptanteilseigner der Münchener, Volkswagen, nicht an den Anstrengungen zur Klärung der Zukunft von Ferrostaal beteiligten. "Ferrostaal braucht das Engagement von MAN und VW", damit die Bemühungen erfolgreich sein werden, sagte er. MAN trat der Darstellung von IPIC entgegen. Die Araber hätten ihrerseits einen für den gestrigen Sonntag angesetzen Termin nicht wahrgenommen, erklärte ein Sprecher des DAX-Konzerns. Man wolle bald einen gemeinsamen Termin finden.
Ferrostaal wird seit Monaten von einer Korruptionsaffäre erschüttert, die zusehend auch auf den Geschäften der Essener lastet. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, mit der Zahlung von Schmiergeldern Aufträge im Ausland an Land gezogen zu haben. Vor allem bei U-Boot-Verkäufen an Griechenland waren fragwürdige Praktiken entdeckt worden.
IPIC (International Petroleum Investment Company) hatte 2008 einen 70-prozentigen Ferrostaal-Anteil von MAN gekauft und wurde unmittelbar nach der Mehrheitsübernahme von den Korruptionsvorwürfen auf dem falschen Fuß erwischt. Die Araber lehnen daher die eigentlich vereinbarte Übernahme der restlichen 30% ab. Seitdem streiten sich die beiden Parteien, wer für die Kosten und die zukünftigen Risiken der Vergehen aufkommen muss.
Das anhängige Gerichtsverfahren gegen Ferrostaal soll schon bald Geschichte sein. Am Freitag kündigte das Unternehmen an, durch die Zahlung von knapp 150 Mio EUR einen Vergleich mit der Staatsanwaltschaft schließen zu wollen. Die Eigentümer stimmten dem Vorgehen zwar zu, sind sich jedoch weiter uneins über die Lastenverteilung. Gleiches gilt bei den notwendigen Garantien für Ferrostaal. IPIC erklärte ebenfalls vor dem Wochenende, für die Hälfte der Garantielinien von derzeit 259 Mio EUR gegenüber Banken zu bürgen. Der Ruf der Araber nach einer Beteiligung MANs verhallte indes ungehört.
-Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires;
+49 - (0)69 297 25 114; nico.schmidt@dowjones.com
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October 17, 2011 06:26 ET (10:26 GMT)
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