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DJ UPDATE: Griechenland arbeitet an Dokument für Rettungspaket

ISIN: US85590A4013
WKN: A0JKQB

Dienstag, 07. Februar 2012 | 14:35

(NEU: Uhrzeit für das Treffen der Politiker, Hintergrund)

ATHEN (Dow Jones)--Die Gespräche zwischen Griechenland und seinen internationalen Kreditgebern scheinen einen wichtigen Schritt vorangekommen zu sein. Derzeit arbeite die Regierung an einem 15-seitigen Dokument, in dem die Eckpunkte für das zweite Rettungspaket aufgeführt würden, sagte ein Regierungsbeamter. Anschließend werde das Papier von den Spitzenpolitikern des Landes unter die Lupe genommen. Die Vorsitzenden der drei Parteien, die die griechische Übergangsregierung tragen, wollen sich am Dienstag um 20.00 Uhr (MEZ) mit Ministerpräsident Lucas Papademos treffen, um über die drakonischen Reformen zu beraten, die die internationalen Kreditgeber fordern.

Griechenland führt derzeit Gespräche mit der Troika aus Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank über ein zweites Rettungspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro sowie Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen freiwilligen Schuldenerlass über 100 Milliarden Euro. Die Zeit drängt, weil den privaten Gläubigern bis Mitte Februar ein Angebot zum Umtausch von Staatsanleihen vorgelegt werden muss. Zudem braucht Griechenland bis Mitte März neue Kredite, um auslaufende Schuldtitel ablösen zu können.

Die Troika verlangt als Gegenleistung für die neue Hilfe glaubhafte Maßnahmen für mehr Wettbewerbsfähigkeit, ohne deren Verbesserung Griechenland kaum in der Lage sein dürfte, seine Schulden jemals zu begleichen. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen stehen die in Athen regierenden Parteien kurz vor einer Einigung über die geforderte Kürzung des Mindestlohns um 20 Prozent.

Noch verhandelt wird demnach über die Forderung der Troika, 2012 die Ausgaben zusätzlich um 3,2 Milliarden Euro zu kürzen. Dem Vernehmen nach fehlen hier noch 600 Millionen Euro. Ein Generalstreik gegen die geplanten Sparmaßnahmen hat unterdessen das öffentliche Leben in Griechenland teilweise lahmgelegt. Bestreikt werden Schulen, Ministerien, Banken und Krankenhäuser und der öffentliche Nahverkehr.

-Von Alkman Granitsas und Stelios Bouras, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com

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February 07, 2012 09:35 ET (14:35 GMT)

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