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DJ UPDATE: Fresenius-Klinikbetreiber Helios gelingt großer Zukauf

ISIN: DE0005785604
WKN: 578560

Mittwoch, 12. Oktober 2011 | 07:53

(Durchgehend neu)


Von Heide Oberhauser-Aslan
DOW JONES NEWSWIRES

BERLIN KIEL (Dow Jones)--Die Fresenius-Tochter Helios Kliniken kauft eine große private Klinikgruppe im Norden Deutschlands. Das Unternehmen erwerbe die Mehrheit an dem privaten Krankenhausbetreiber Damp Gruppe, gab Fresenius am Mittwoch bekannt. Ein Vertrag über den Erwerb von 94,7% der Anteile sei geschlossen worden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Zur Damp Gruppe gehören 7 Akut- und 4 Rehabilitationskliniken mit insgesamt 4.112 Betten. Die Klinikgruppe erzielte im Geschäftsjahr 2010 mit 5.971 Vollzeitmitarbeitern einen Umsatz von 487 Mio EUR und ein operatives Ergebnis von 21 Mio EUR. Sie zählt zu den zehn größten privaten Krankenhausbetreibern in Deutschland.

Mit dem Erwerb der Damp Gruppe verstärke Helios seine Präsenz in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Die Klinikgruppe sei ausgezeichnet positioniert und biete sehr gute Wachstumsmöglichkeiten, erklärte Fresenius.

Mit dem Abschluss der Transaktion rechnet Helios im ersten Halbjahr 2012. Der Zukauf soll ab dem Geschäftsjahr 2013 einen positiven Beitrag zum Ergebnis je Aktie des Fresenius-Konzerns leisten.

Die Akquisition soll aus dem Cash-Flow und mit Fremdmitteln finanziert werden. Die Verschuldungskennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA soll im Fresenius-Konzern trotz des Zukaufs im Zielkorridor von 2,5 bis 3,0 im Jahr 2012 liegen, hieß es.

Die Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Um kurzfristig alle Genehmigungen zu erhalten will Helios die Damp Klinik Wismar mit 505 Betten und einem Umsatz von rund 60 Mio EUR veräußern. Das Krankenhaus liegt in unmittelbarer Nähe zu den Helios Kliniken Schwerin.

Fresenius Helios werde sich trotz den Zukaufs der privaten Klinikgruppe aber auch weiterhin um den Erwerb von Kliniken in öffentlicher Trägerschaft bemühen, erklärte das Unternehmen. In den zurückliegenden beiden Jahren war der Markt für Krankenhausprivatisierungen eher flau. In den letzten Monaten hat sich das Geschäft aber wieder belebt.

-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires

+49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com

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October 12, 2011 03:53 ET (07:53 GMT)

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