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DJ UPDATE: Bayer legt Rechtsstreit mit Onyx Pharmaceuticals bei

ISIN: DE000BAY0017
WKN: BAY001

Mittwoch, 12. Oktober 2011 | 14:21

(NEU: Höhe der Einmalzahlung an Onyx im 4. Absatz, Hintergrund und Aktienkurs im 5. Absatz)

Von Heide Oberhauser-Aslan
DOW JONES NEWSWIRES

BERLIN (Dow Jones)--Bayer hat einen Rechtsstreit vor einem US-Bundesgericht mit Onyx Pharmaceuticals um die Rechte an dem Wirkstoff Regorafenib und die Vermarktung des Krebsmittels Nexavar beigelegt. Den Wirkstoff entwickelt Bayer in Krebs-Indikationen.

Die beiden Unternehmen hatten gemeinsam Nexavar entwickelt, ein Medikament gegen Nieren- und Leberkrebs. Onyx hatte 2009 vor einem Bezirksgericht in Kalifornien Klage eingereicht und behauptet, aus einem 1994 mit Bayer abgeschlossenen Kooperationsvertrag Rechte an Regorafenib zu haben. Des Weiteren hatte Onyx Schadensersatz bezüglich Nexavar geltend gemacht. Bayer hatte sich dagegen zur Wehr gesetzt.

Bayer Health Care und Onyx hätten ihre Zusammenarbeit bei der globalen Entwicklung und Vermarktung des Krebsmittels Nexavar nun überarbeitet und eine neue Vereinbarung bezüglich Regorafenib getroffen, teilte der Teilkonzern der Bayer AG am Mittwoch mit.

In der Vereinbarung werde klar gestellt, dass es sich bei Regorafenib um einen Bayer-Wirkstoff handele und Bayer für die weltweite Entwicklung und Vermarktung des Produkts letztverantwortlich sei, erklärte das Unternehmen.

Die Vereinbarung sieht weiter vor, dass Bayer Lizenzgebühren für die zukünftigen weltweiten Onkologieumsätze mit Regorafenib an Onyx entrichtet. Ferner kann Bayer den Außendienst von Onyx zusätzlich zu seinem eigenen Außendienst bei der Vermarktung von Regorafenib in den USA einsetzen. Bayer zahle dafür eine so genannte Co Promotion Gebühr, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die Vereinbarungen zwischen den Unternehmen zu Nexavar blieben weitgehend unverändert, hieß es. Bayer werde nach dem 31. Dezember 2011 an Onyx keine Lizenzgebühren mehr auf Umsätze mit Nexavar in Japan zahlen. Onyx erhält nach der jetzt getroffenen Vereinbarung dafür eine Einmalzahlung. Die Bayer-Sprecherin bezifferte die Einmalzahlung mit 160 Mio USD. Die bestehenden Vereinbarungen hinsichtlich der Ergebnisteilung, der gemeinsamen Entwicklung und der Vermarktung von Nexavar in den USA, blieben unverändert bestehen, hieß es.

Das Krebsmittel Nexavar ist zur Behandlung von Nieren- und Leberkrebs bisher in mehr als 100 Ländern zugelassen. Das Medikament war 2010 mit einem Jahresumsatz von 705 Mio EUR das nach Umsatz viertgrößte Medikament von Bayer.

Die Bayer-Aktie legt in einem sehr festen Gesamtmarkt gut 3% auf 44,92 EUR zu.


-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com
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October 12, 2011 10:21 ET (14:21 GMT)

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