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Donnerstag, 02. Februar 2012 | 11:52
--Jain: Keine größeren Stellenstreichungen im Investmentbanking erwartet
--Höherer Marktanteil beim Investmentbanking nicht das primäre Ziel
--Verbesserung der Profitabilität angestrebt
(NEU: Ergänzt Statements und Hintergrundinformationen)
Von Alexandra Edinger
DOW JONES NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann steht zum viel gescholtenen Investmentbanking. Das Investmentbanking leiste einen zentralen Beitrag zum Wachstum der Realwirtschaft. "Die Deutsche Bank bekennt sich daher weiter voll zum Investmentbanking", sagte Ackermann. Der Konzernchef geht davon aus, dass die Bank von der Konsolidierung im Investmentbanking-Sektor profitieren kann.
Offenbar wird es daher auch keine größeren Stellenstreichungen im Investmentbanking geben. Dies versicherte Ackermann-Nachfolger und Investmentbanking-Chef Anshu Jain. Näher erläutern wollte er dies nicht. Am Rande der Bilanzpressekonferenz erklärte er jedoch, dass er generell mit einem Stellenrückgang in der Finanzbranche rechne.
Details zu Stellenstreichungen hatte die Deutsche Bank bereits im Oktober bekanntgegeben. Damals wurde mitgeteilt, dass man im Investmentbanking im Schlussquartal 2011 und im ersten Quartal 2012 insgesamt 500 Stellen, vor allem außerhalb Deutschlands, streichen werde.
Profitieren will der deutsche Branchenprimus auch vom Rückzug der Konkurrenten aus dem Investmentbanking - auch wenn die Spitzenerträge früherer Zeiten "wohl nicht mehr erreicht werden", wie Ackermann klarstellte. Man sei gut positioniert und werde auch künftig die ganze Palette der Leistungen in diesem Bereich anbieten. "Auch wenn der Kuchen künftig kleiner werden dürfte, kann sich die Deutsche Bank daraus ein größeres Stück herausschneiden", ist er überzeugt. Jain ergänzte, dass eine Ausweitung der Marktanteile der Deutschen Bank in diesem Bereich nicht das primäre Ziel sei. "Wir konzentrieren uns derzeit darauf, die Profitabilität zu steigern", sagte er.
Verhagelt wurde das Ergebnis im Schlussquartal durch das Investmentbanking, das der designierte Bankenchef Anshu Jain verantwortet. Nur 3,4 Milliarden Euro konnte die Deutsche Bank hier erwirtschaften - ein Rückgang um mehr als ein Viertel. Die Staatsschuldenkrise und schwache Marktaktivitäten macht der Branchenprimus für den Einbruch verantwortlich.
Damit verliert die Deutsche Bank im Investmentbanking weit mehr, als die amerikanischen Wettbewerber. Citi war hier diejenige Bank, die bisher mit einem Rückgang von 13 Prozent die höchste Einbuße zu verzeichnen hatte.
Im Bereich Corporate Banking & Securities, das zum Investmentbanking gehört, lagen die Erträge aus dem Handel und Verkauf mit Kreditprodukten im vierten Quartal mit 1 Milliarde Euro um 35 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr. Im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergaben sich für die Deutsche Bank zudem in diesem Bereich Aufwendungen von 380 Millionen Euro.
-Von Alexandra Edinger, Dow Jones Newswires,
+49 69 29 725 112, alexandra.edinger@dowjones.com
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February 02, 2012 06:52 ET (11:52 GMT)
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