Abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter! Somit entgehen Ihnen keine Nachrichten von den 4 wichtigsten Agenturen und von über 20 Börsenbriefen.
Jetzt anmelden
ISIN:
DE0005501357
WKN:
550135
Donnerstag, 06. Oktober 2011 | 16:49
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Medienkonzern Axel Springer bekommt nach seiner Interessenbekundung für Teile der Zeitungsgruppe WAZ Gegenwind auch aus Österreich. Die Familie Dichand, der die Hälfte am österreichischen Boulevardblatt "Kronen Zeitung" gehört, signalisierte im "Handelsblatt" (HB - Freitagausgabe), sie werde eine Übernahme der Zeitung durch Springer verhindern.
Der Familie gehört die Hälfte am österreichischen Marktführer, während die andere Hälfte im Besitz der WAZ-Gruppe ist. Dichand besitzt ein Vorkaufsrecht für die WAZ-Anteile an der "Kronen Zeitung". "Wir verfolgen die Entwicklungen in Deutschland mit großem Interesse", sagte Christoph Dichand, Geschäftsführer und Herausgeber der "Kronen Zeitung", dem "Handelsblatt". Die Familie habe für den Fall eines Verkaufs der WAZ-Anteile an der Kronen Zeitung ein klar geregeltes Vorkaufsrecht. "Und dieses Vorkaufsrecht gedenken wir auch auszuüben!"
Springer-Chef Matthias Döpfner hatte Interesse an einem Erwerb der WAZ-Beteiligungen in Österreich signalisiert. Zusammen mit der "Bild" hätte Springer dann einen Marktführer mit einer außergewöhnlich guten Marktdurchdringung in der Alpenrepublik. Springer hatte vergangenen Freitag bestätigt, Interesse an Teilen der WAZ-Gruppe zu haben. Dem "manager magazin" zufolge schließt Döpfner auch ein Gebot für die gesamte WAZ-Gruppe nicht aus. Allerdings stehen auch dem Hürden gegenüber: WAZ-Miteigentümerin Petra Grotkamp will die Zeitungsgruppe selbst komplett übernehmen.
DJG jhe mgo
(END) Dow Jones Newswires
October 06, 2011 12:49 ET (16:49 GMT)
Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.