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DJ Schiffskrise belastet NordLB

ISIN: DE0008032004
WKN: 803200

Mittwoch, 29. August 2012 | 11:04

Eine höhere Risikovorsorge auf Grund der Krise in der Schifffahrtssbranche belastet bei der Nord LB das Ergebnis im ersten Halbjahr 2012. So fällt der Gewinn vor Steuern deutlich auf 131 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 273 Millionen Euro verbucht werden konnten. Allerdings war das Vorjahresergebnis auch von Sondereffekten geprägt.

Vor dem Hintergrund eines schwächeren konjunkturellen Umfelds wurde die Risikovorsorge im Kreditgeschäft mit 146 Millionen Euro mehr als vervierfacht. "Auf der Risikoseite bekommen wir insbesondere die Krise am Schiffsmarkt deutlich zu spüren", erklärte Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der Nord LB. Trotzdem bleibt die Schiffsfinanzierung, anders als bei der Commerzbank, weiterhin ein Kerngeschäftsfeld der Landesbank.

Die Schifffahrtsbranche ist derzeit in turbulenten Fahrwassern, weil sich das Frachtaufkommen weltweit reduziert hat. Zudem kamen in jüngster Zeit viele neue Frachter auf den Markt, weswegen sich die Betreiber auch Preiskämpfe lieferten, nur um ihre Schiffe überhaupt ausgelastet zu bekommen. Allerdings gehen in der Branche inzwischen auch wieder einige von einem Anstieg der weltweiten Frachtvolumen aus, so dass sich der Markt in absehbarer Zeit erholen könnte. Das könnte sich dann auch positiv im Kreditgeschäft der NordLB niederschlagen.

In Anbetracht der konjunkturellen Unwägbarkeiten bleibt die Nord LB trotzdem vorsichtig. Insgesamt will die Landesbank im Gesamtjahr 2012 ein "gutes" Ergebnis erzielen. Auf Grund der äußeren Umstände wird sich jedoch das starke Vorjahresergebnis nicht wiederholen lassen.

Auch die Helaba, die BayernLB und die LBBW haben bereits ihre Zahlen vorgelegt. Alle Institute haben dabei die Risikovorsorge teils stark angehoben.

Kontakt zur Autorin: alexandra.edinger@dowjones.com

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August 29, 2012 07:04 ET (11:04 GMT)

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