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DJ RWE will mindestens 2.000 weitere Stellen streichen - Zeitung

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WKN: 703712

Dienstag, 17. Juli 2012 | 05:38

Der Energiekonzern RWE will laut einem Pressebericht Stellen ins Ausland verlagern und in Deutschland weitere Arbeitsplätze abbauen. Das Essener Unternehmen werde mindestens 2.000 weitere Arbeitsplätze in Europa streichen, berichtet die Rheinische Post und beruft sich dabei auf Gewerkschaftskreise. In der Information eines führenden ver.di-Funktionärs an die Belegschaft sei sogar vom Wegfall von bis zu 5.000 Stellen die Rede.

Stellen aus den Bereichen Lohn- und Finanzbuchhaltung sowie Rechnungswesen sollen ins kostengünstigere Ausland verlagert werden. Über die Pläne habe der Konzern den Konzernbetriebsrat in der vergangenen Woche informiert, so das Blatt. Die Streichungen sollen zum laufenden Abbau von 8.000 Stellen hinzukommen. Insgesamt beschäftigt die RWE AG rund 70.000 Personen.

Der seit wenigen Tagen amtierende RWE-Vorstandsvorsitzende Peter Terium hatte die Belegschaft des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns vor kurzem bereits auf einen Sparkurs eingestimmt. "Ich will Kündigungen vermeiden, ausschließen kann ich sie aber ehrlicherweise in diesem schwierigen Marktumfeld nicht", hatte Terium der Rheinischen Post gesagt. Auch die Verlagerung von Arbeitsplätzen hatte er angedeutet. Der Manager ließ seinerzeit offen, ob es - wie spekuliert - zum Abbau von mehr als 8.000 Mitarbeitern kommen wird.

Am 31. Dezember 2012 läuft bei RWE der Vertrag aus, der betriebsbedingte Kündigungen verbietet. ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2023. Die Gewerkschaft reagierte laut dem aktuellen Zeitungsartikel empört und ließ eine für den gestrigen Montag angesetzte Verhandlung mit RWE zum Kündigungsschutz-Vertrag platzen. "Der Konzern will von uns einen Freibrief für ungehemmten Personalabbau und Outsourcing im großen Stil", sagte ver.di-Sprecher Christoph Schmitz.

Eine RWE-Sprecherin sagte Dow Jones Newswires mit Blick auf den möglichen weiteren Arbeitsplatzabbau, dass das Unternehmen laufende Gespräche nicht kommentiere. Gleichzeitig wiederholte sie, dass man sich verschiedene Projekte zur Effizienzsteigerung anschaue. Die Ergebnisse würden anlässlich der Vorlage der Halbjahres-Zahlen am 14. August präsentiert.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG bam kla

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July 17, 2012 01:38 ET (05:38 GMT)

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