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DJ RWE kommt beim Sparen nicht ohne Kündigungen aus - Zeitung

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WKN: 703712

Mittwoch, 27. Juni 2012 | 05:31

Beim zweitgrößten deutschen Energiekonzern stehen die Zeichen auf Sparen. Der designierte RWE-Vorstandsvorsitzende Peter Terium stellt die Mitarbeiter des Konzerns auf einen eisernen Sparkurs ein. "Ich will Kündigungen vermeiden, ausschließen kann ich sie aber ehrlicherweise in diesem schwierigen Marktumfeld nicht", sagte Terium der Rheinischen Post.

Dabei stehe auch die Aufstellung von RWE in Deutschland auf dem Prüfstand. "Wir stehen zum Konzernsitz in Essen. Aber wenn wir bestimmte Abteilungen bündeln, muss das nicht immer in Deutschland sein", sagte Terium. "Die Welt spezialisiert sich, und wir dürfen nicht still stehen. Andere große Konzerne haben Bereiche wie die Lohnbuchhaltung und Rechnungswesen längst nach Osteuropa verlagert", fügte er hinzu.

Ob es - wie in der Vergangenheit spekuliert - zum Abbau von mehr als 8.000 Mitarbeitern kommen wird, ließ Terium offen. "Ich möchte mich jetzt hier nicht auf eine Zahl festlegen. Mehr Effizienz kann auch bedeuten, dass wir mit der gleichen Zahl Mitarbeitern mehr leisten. Aber weniger und modernere Kraftwerke bedeuten auch weniger Personal", fügte er hinzu.

RWE müsse langfristig mit weniger Mitarbeitern auskommen, allein durch den Ausstieg aus der Kernkraft entfielen fast 3.000 Arbeitsplätze. Ein weiteres Problem sei das Tarifgefüge im Konzern. "Dadurch sind wir in einigen Bereichen teurer, als wir es uns heute noch leisten können," sagte er der Rheinischen Post.

RWE schaue sich gerade verschiedene Projekte zur Effizienzsteigerung an. "Mitarbeiter müssen geographisch und funktional flexibler werden", forderte Terium. "Wer seinen Arbeitsplatz in Biblis verliert, könnte doch zum Beispiel in Niederaußem anfangen." fügte er hinzu.

Den angekündigten Sparkurs begründete er mit den hohen Schulden des Konzerns. "Unsere Schulden liegen bei 30 Milliarden Euro, das kann so nicht bleiben." Auch sei der Aktienkurs zu niedrig, RWE könnte heute theoretisch eine leichte Beute für eine Übernahme sein. "Darum müssen alles dafür tun, den Kurs der RWE-Aktie wieder zu steigern."

Peter Terium löst am 1. Juli Jürgen Großmann als Chef des DAX-Konzerns ab. Bei der Vorlage der Halbjahres-Zahlen am 14. August will er Details seiner Sparpläne nennen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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June 27, 2012 01:31 ET (05:31 GMT)

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