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DJ Parfümeriekonzern Douglas schreibt rote Zahlen

ISIN: DE0006099005
WKN: 609900

Mittwoch, 08. August 2012 | 06:32

Der Handelskonzern Douglas hat in den ersten neun Monaten rote Zahlen geschrieben. Aufgrund hoher Kosten für die Sanierung der Buchsparte Thalia betrug der Verlust rund 73 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten die Hagener, zu denen neben den Douglas-Parfümerien auch das Schmuckgeschäft Christ, das Süßwarengeschäft Hussel sowie die Damenmodehäuser AppelrathCüpper zählen, einen Gewinn von 82 Millionen Euro erzielt.

Douglas hatte bereits im ersten Halbjahr rund 165 Millionen Euro für die Sanierung von Thalia aufgewendet, das unter der Strukturkrise im deutschen stationären Buchhandel leidet. Mit Standortschließungen, kleineren Läden, Untervermietungen und einem um Geschenke erweiterten Sortiment will Douglas die Sparte wieder auf Kurs bringen. Aufgrund der hohen Kosten wird auch die Dividende für das Gesamtjahr voraussichtlich gestrichen.

Lässt man die Thalia-Sanierung außen vor, lagen die operativen Ergebnisse von Douglas in den ersten neun Monaten leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen betrug bereinigt 204 Millionen Euro und damit knapp 15 Millionen weniger.

Der Umsatz legte hingegen mit 1,8 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu. Einem robusten Deutschlandgeschäft vor allem bei den Douglas-Parfümerien und Christ sowie Hussel standen eine schwächere Entwicklung bei Thalia und AppelrathCüpper gegenüber. Zudem sanken die Umsätze im Auslandsgeschäft wegen der mauen Konjunktur.

Die Jahresprognose für das Ende September schließende Geschäftsjahr bekräftigte Douglas: So soll der Umsatz leicht über dem Vorjahreswert von 3,4 Milliarden Euro liegen. Das EBITDA wird wegen der Buch-Sanierung auf 200 bis 250 Millionen Euro sinken, wobei Douglas die untere Bandbreite anpeilt.

Der Handelskonzern erwirtschaftet dabei den Löwenanteil des Ergebnisses im ersten Quartal, in das das Weihnachtsgeschäft fällt.

Neben der Thalia-Sanierung sorgen außerdem Überlegungen der Gründerfamilie Kreke für Unruhe, Douglas zurückzukaufen und sich dazu eine Private-Equity-Firma ins Boot zu holen. Erschwert wird dies durch Großaktionär Erwin Müller, der mehr als 10 Prozent an Douglas hält und dessen Absichten unklar sind.

Kontakt zum Autor: natali.schwab@dowjones.com

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August 08, 2012 02:32 ET (06:32 GMT)

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