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DJ MÄRKTE EUROPA Angst vor Sturm auf spanische Banken belastet Börsen

ISIN: CH0009980894
WKN: 969000

Donnerstag, 17. Mai 2012 | 11:03

FRANKFURT (Dow Jones)--Von einer Stabilisierung sind Europas Börsen auch am Donnerstag weit entfernt. In Spanien vertrauen die Bürger ihrem Bankensystem offenbar immer weniger und haben damit begonnen, ihre Konten leerzuräumen. Wie "El Mundo" schreibt, haben Kunden seit der Teilverstaatlichung von Bankia über eine Milliarde Euro von Konten des Geldinstituts abgezogen. Die Bankia-Aktie stürzt an den Madrider Börse um fast 24 Prozent ab und belastet den gesamten europäischen Bankensektor.

Auch die Gesamtindizes geraten zunehmend unter Abgabedruck. Mit Verlusten von 0,6 Prozent auf 6.344 Punkten hält sich das Minus im DAX noch in Grenzen. Der stark bankenlastige Euro-Stoxx-50 gibt gleich 1,2 Prozent. Am härtesten erwischt es die Börsen in Madrid und Mailand mit Verlusten von 2 Prozent bzw 1,6 Prozent. UniCredit brechen 7 Prozent auf 2,36 Euro ein, BBVA fallen um 3,3 Prozent auf 4,74 Euro.

Vertrauen der Anleger in die Peripherie der Eurozone ist weiter Mangelware. Die Renditen für 10-jährige spanische Anleihen ziehen um 4 Basispunkte (Bp) auf 6,28 Prozent an, italienische Anleihen legen um 3 Bp auf 5,83 Prozent zu. Ein recht gut verlaufene Auktion spanischer Anleihen hilft dem Sentiment nicht. Die Investoren legen ihr Geld lieber weiter im "sicheren Hafen" Bundesanleihen an. Hier geht es mit der Rendite um 3 Basispunkte auf 1,44 Prozent nach unten und damit auf Allzeittief-Niveaus.

Anleger hoffen auf weitere Fed-Aktionen

Dabei sah es zu Börsenbeginn noch recht gut aus. In Ostasien haben die Börsen überwiegend zugelegt und wie aus dem am Vorabend veröffentlichten Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed) hervorgeht, hält diese sich die Möglichkeit offen, der Wirtschaft mit zusätzlichen geldpolitischen Maßnahmen unter die Arme zu greifen, sollte dies nötig werden. Besorgt zeigen sich die Notenbanker aber von der Situation in Europa.

Die Fed-Aussagen sind zwar nicht wirklich neu. Angesichts der eskalierenden Schuldenkrise mit dem Gespenst eines Ausscheidens Griechenlands aus dem Währungsraum nach den Neuwahlen im Juni wurde das Protokoll aber mit einem Gefühl der Erleichterung von den Investoren zur Kenntnis genommen. Der Goldpreis, der von einer Ausweitung der Geldmenge profitieren würde, wie auch der Euro und andere Risiko-Anlagen legten daraufhin zu. Der Euro hat in der Zwischenzeit die Gewinne aber wieder abgegeben und ist erneut unter das Niveau von 1,27 Dollar gefallen.

Es bleibt abzuwarten, ob am Nachmittag die Bekanntgabe des Philadelphia-Fed-Index - einer der wichtigsten regionalen Wirtschaftsbarometer in den USA - die Stimmung verbessern kann. Im Konsens wird für Mai mit einer leichten Verbesserung auf 9,3 nach 8,5 Punkten gerechnet. Schwächere Daten könnten indes die Hoffnung auf neue geldpolitische Maßnahmen durch die US-Notenbank zusätzlich stützen.

Trotz Feiertag werden Dividenden ausgezahlt

Für viele Aktionäre ist an "Christi Himmelfahrt" auch Zahltag. Eine lange Reihe von deutschen Unternehmen aus der ersten, zweiten und dritten Reihe beteiligt die Anteilseigner am Unternehmenserfolg. Aus dem DAX sind dies BMW (2,30 Euro) und Deutsche Börse (3,30 Euro). BMW verlieren 3,2 Prozent oder 2,15 auf 64,75 Euro, für Deutsche Börse geht es um 9,6 Prozent bzw 4,42 auf 42,12 Euro nach unten.

Ansonsten sind noch Celesio, ElringKlinger, Leoni, Rational und Wacker Chemie aus dem MDAX zu nennen. Im TecDAX schütten Aixtron und QSC ihre Dividende aus.


INDEX Stand +-%
Euro-Stoxx-50 2.150,78 -1,13%
Stoxx-50 2.275,96 -0,81%
DAX 6.343,50 -0,64%
FTSE 5.346,20 -1,09%
CAC 3.024,91 -0,78%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 143,53 +16


DEVISEN zuletzt '+ - % Do, 8.15 Uhr Mi, 17.57 Uhr
EUR USD 1,2695 -0,35% 1,2740 1,2730
EUR JPY 101,8647 -0,44% 102,3098 102,2561
EUR CHF 1,2011 0,00% 1,2011 1,2009
USD JPY 80,2545 -0,07% 80,3100 80,3350
GBP USD 1,5855 -0,35% 1,5912 1,5934

DJG mpt ros

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May 17, 2012 07:03 ET (11:03 GMT)

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