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DE0008404005
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840400
Mittwoch, 30. Mai 2012 | 17:49
PARIS (Dow Jones)--Die europäischen Exportversicherer ziehen angesichts der prekären Situation in Griechenland Konsequenzen. Sowohl die Allianz-Tochter Euler Hermes als auch die französische Coface wollen keine Ausfuhren nach Griechenland mehr versichern.
"Exporte nach Griechenland sind aufgrund der jüngsten wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten deutlich risikoreicher geworden", teilte Euler Hermes mit. Daher würden die Deckungen für Exporte in das Land reduziert. Euler Hermes werde bis auf weiteres keine neuen Lieferungen nach Griechenland decken, bereits erfolgte Lieferungen blieben aber gedeckt. "Sobald sich die Lage verbessert, wird Euler Hermes ihre Entscheidung überprüfen." Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass Griechenland in der Eurozone verbleibt.
Griechenland habe keinen großen Anteil am Geschäft von Euler Hermes, sagte eine Sprecherin. Vor der Krise habe Griechenland rund 1 Prozent des weltweiten Export-Versicherungsgeschäfts des Unternehmens ausgemacht. Mittlerweile sei dieser Anteils wesentlich geringer.
Euler Hermes steht mit der Entscheidung nicht allein. Auch Coface, eine Tochter der französischen Investmentbank Natixis, lehnt neue Exportversicherungen ab. Es sei immer schwieriger geworden, sich das Geld von griechischen Importeuren wiederzuholen. Mit Ausfuhrversicherungen schützen sich Exporteure gegen den Zahlungsausfall ihrer Handelspartner. Der Versicherer springt im Ernstfall ein und muss das Geld selbst vom Importeur eintreiben.
Coface hat bereits im vergangenen Herbst damit begonnen, sein Griechenland-Geschäft zurückzufahren. Man habe seinerzeit ein "beträchtliches Ausmaß an Zahlungsausfällen, gepaart mit einem besorgniserregenden makroökonomischen Ausblick" beobachtet. "Wir haben unsere Kunden informiert, dass Griechenland vor unüberwindbaren Schwierigkeiten steht, was große Auswirkungen auf die griechischen Importeure haben wird", sagte ein Coface-Sprecher. Auch Euler Hermes hatte bereits im Vorfeld sein Griechenland-Engagement reduziert.
Die niederländische Atradius NV, einer der drei größten Kreditversicherer weltweit, hatte letzte Woche in einer Studie vor dem Risiko gewarnt, dass viele griechische Unternehmen ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen könnten. Das Unternehmen war für einen Kommentar am Mittwoch nicht unmittelbar zu erreichen.
-Von Noemie Bisserbe und Ulrike Dauer, Dow Jones Newswires;
(Friedrich Geiger hat zu diesem Bericht beigetragen.)
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May 30, 2012 13:49 ET (17:49 GMT)
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