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DJ Europas Börsen treten auf der Stelle - Investoren risikobereiter

ISIN: CH0009980894
WKN: 969000

Donnerstag, 02. Februar 2012 | 11:15

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen treten nach den Kursgewinnen am Vortag auf der Stelle. "Wir sehen einige positive Signale, dass die Aufwärtsbewegung noch weiter gehen könnte", so ein Händler. Mit dem Börsengang von Facebook in den USA könnte sich das Fenster für weitere IPOs öffnen. Zudem gebe es bereits die ersten Hinweise, dass es zu Fusionen komme. Das sogenannte M&A-Geschäft lag zuletzt brach. Drittens kaufen Investoren mit zyklischen Werten mehr Risiko ein. Der Euro-Stoxx-50 notiert kaum verändert bei 2.470 Punkten, der Stoxx-50 verliert 7 Punkte auf 2.456.

Sektorrotation in zyklische Sektoren setzt sich fort

Anleger schichten weiter aus defensiven in zyklische Sektoren um. Damit setzt sich der seit Jahresanfang zu beobachtende Trend fort, die schweizerische Großbank UBS spricht dabei von einer "brutalen" Sektorrotation. Im Januar seien die heftigsten Verkäufe von Konsumgüterherstellern und Telekomtiteln seit sechs Jahren zu beobachten gewesen. Dieses Geld sei in erster Linie in Auto- und Finanzwerte geflossen.

Seit Jahresanfang haben die Automobilhersteller im Schnitt um 24 Prozent zugelegt und führen damit die Rangliste der Sektoren des Stoxx-600 an, für die Banken steht ein Plus von 14 Prozent zu Buche. Telekomtitel haben im gleichen Zeitraum im Mittel hingegen 1,7 Prozent verloren, Nahrungsmittelhersteller im Mittel um 0,3 Prozent.

Fusion von Xstrata, Glencore würde viele Synergien heben

Durch den Zusammenschluss von Xstrata und Glencore ließen sich eine ganze Reihe von Synergien heben, meinen die Analysten von Numis. Beide Unternehmen haben am Morgen einen Agenturbericht bestätigt, sich in Gesprächen über eine Fusion unter Gleichen zu befinden. Allerdings seien die Bewertungsfragen der Knackpunkt in den Verhandlungen. Zwar besitze Glencore bereits 34 Prozent an Xstrata, dessen ungeachtet könne das Unternehmen jedoch eine ordentliche Prämie als Preis für seine Unabhängigkeit fordern. Schließlich habe Xstrata zuletzt immer betont, schneller als der "große Bruder" zu wachsen.

Noch dazu sei das Handelsgeschäft von Glencore intransparent. Dessen ungeachtet würde ein Zusammenschluss die Präsenz des Unternehmens in den Rohstoffmärkten deutlich stärken, besonders bei Kupfer und Kraftwerkskohle. Allerdings werde ein Zusammenschluss dieser Größe auch Bedenken hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten auf Preise hervorrufen. Xstrata steigen um 9,9 Prozent auf 1.231 Pence, Glencore ziehen um 5,2 Prozent auf 455 Pence an.

Auktionen in spanischen und französischen Anleihen erfolgreich

Auf ein aufnahmebereites Umfeld treffen momentan die Auktionen europäischer Staatsanleihen. Spanien hat problemlos das Maximum des beabsichtigten Volumens unterbringen können - mit gut 4,5 Milliarden Euro sogar etwas mehr als geplant. Und die Renditen der Titel mit Laufzeiten bis 2015, 2016 und 2017 sind - verglichen mit früheren Auktionen - deutlich gefallen. Das französische Schatzamt hat Anleihen verschiedener Laufzeiten am oberen Ende des geplanten Volumen versteigert, auch hier sind die Renditen gegenüber den jüngsten Auktionen zurückgekommen.

Europas Airlines besser aufgestellt als US-Konkurrenz

Trotz aller Vorsicht wegen der Euro-Krise und rezessiven Tendenzen in ihrer Peripherie: Die europäischen Luftfahrtgesellschaften sind für Jürgen Pieper von Metzler deutlich besser aufgestellt als die US-Konkurrenten. "Wirklich überraschend ist die Entwicklung bei American Airlines nicht", so der Analyst mit Blick auf den Abbau von Stellen, mit dem die US-Gesellschaft 1,25 Milliarden Dollar sparen will. Außerdem will sie Flugzeuge still legen. "Im Gegensatz zu den US-Unternehmen sind die europäischen Airlines gut augestellt", so Pieper. Lufthansa notieren kaum verändert bei 11 Euro, Air France-KLM steigen um 1,7% auf 5,15 Euro.

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(END) Dow Jones Newswires

February 02, 2012 06:15 ET (11:15 GMT)

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