Abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter! Somit entgehen Ihnen keine Nachrichten von den 4 wichtigsten Agenturen und von über 20 Börsenbriefen.
Jetzt anmelden
ISIN:
CH0009980894
WKN:
969000
Dienstag, 31. Mai 2011 | 10:56
FRANKFURT (Dow Jones)--Nachdem die Nachrichten zu Griechenland in den vergangenen Sitzungen für Verluste gesorgt hatten, reagieren die europäischen Börsen nun mit Gewinnen auf Neuigkeiten über das verschuldete Land. Der Euro-Stoxx-50-Index legt gegen 12.54 Uhr um 1,9% oder 52 auf 2.867 Punkte zu, der Stoxx-50 klettert um 0,9% bzw 23 auf 2.638 Stellen. Hintergrund der Aufschläge ist ein Bericht des "WSJ", nachdem Deutschland nicht mehr auf der Forderung beharrt, die privaten Gläubiger Griechenlands an einer Umschuldung zu beteiligen. An den Finanzmärkten wird dies klar als Schritt in Richtung Transfer-Union gesehen.
Möglich sei auch, dass durch die Hintertür nach der Wirtschaftsgemeinschaft nun auch die politische Gemeinschaft etabliert werde. Denn nichts anderes sei es, wenn die Gemeinschaft der Euroländer nun Vorgaben für die Haushaltskonsolidierung Griechenlands mache, so Interpretation im Handel. Hinzu kommen sehr gute Vorgaben der meisten ostasiatischen Börsen, wobei in Japan der Ausblick für die Industrieproduktion für neue Zuversicht gesorgt hat.
Der Euro reagiert mit deutlichen Aufschlägen zum Dollar auf diese Meldungslage. "Der Euro ist derzeit der Schlüssel für die Entwicklung an den Börsen", sagt ein Marktteilnehmer. Ein steigender Euro spreche für eine höhere Risikobereitschaft der Anleger.
Finanzsektor legt deutlich zu
Der Finanzsektor profitiert von der Hoffnung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland. Damit würde den Banken nicht nur eine Insolvenz Griechenlands erspart, sondern auch eine weiche Restrukturierung der gehaltenen Anleihen etwa über eine Laufzeitenverlängerung. "Sollten die 'Altgläubiger' an der Umstrukturierung der Griechenland-Anleihen außen vor bleiben, sind die Finanzwerte die Gewinner", so ein Händler.
Rückenwind gibt es für Standard Chartered. Die Aktie ist gleich von zwei Analysehäusern zum Kauf empfohlen worden. Societe Generale wurden zudem von der Citigroup auf die Favoriten-Liste gesetzt. Standard Chartered steigen um 2% auf 1.637 p, während Societe Generale um 2,8% auf 41,37 EUR anziehen. Der Banken-Subindex im Stoxx-50 zieht um 1,2% an - sein Pendant im Euro-Stoxx-50 gar um 2%.
Chemiewerte weiterhin gefragt
Der Chemiesektor setzt seine Aufwärtsbewegung vom Wochenbeginn fort. "Zykliker werden wieder stärker nachgefragt und davon profitieren Chemiewerte ganz besonders", sagt ein Händler. Ein neues Rettungspaket könnte auch die Stimmung für die Weltwirtschaft stärken. Das Gespenst einer Insolvenz Griechenlands mit möglichen Zweit- und Drittrunden scheine zunehmend gebannt. BASF gewinnen 3,1% auf 63,80, Air Liquide 2,2% auf 96,28 EUR. Der Chemiesektor im Euro-Stoxx-50 verbessert sich um 2,6%.
Telekomwerte hinken hinterher - France Telecom im Minus
Weniger gefragt sind defensive Werte. So legen die Telekommunikationsaktien im Schnitt lediglich um 0,2% zu. France Telecom reagieren sogar mit leichten Abschlägen auf die Bekanntgabe von Langfristzielen. Nach Einschätzung der Citigroup liege das angestrebte Wachstum zwar über den Schätzungen der Bank. Allerdings äußern die Analysten angesichts des schwierigen makroökonomischen Umfelds Zweifel an der Erreichbarkeit der Ziele. France Telecom verlieren 0,3% auf 15,74 EUR.
DJG mif mpt flf
(END) Dow Jones Newswires
May 31, 2011 06:56 ET (10:56 GMT)
Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.