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DJ Europas Börsen angespannt vor Entscheidung zu Griechenland

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WKN: 969000

Freitag, 20. Januar 2012 | 11:51

FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Börsen herrscht am Freitagmittag angespannte Ruhe. Die Gläubigerbanken und die griechische Regierung sind in Gespräche vertieft. Noch überwiegt die Hoffnung, dass die Verhandlungen über die Kredite des Landes zum Erfolg führen werden. "Risikoassets scheinen derzeit einen positiven Ausgang der Gespräche einzupreisen", sagt Marktstratege Chris Weston von IG Markets.

Allerdings gibt es noch Unsicherheit. So könnten Collective Action Clauses (CAC) - nachträgliche vertragliche Änderungen, die einer Minderheit von Anlegern einen Mehrheitsentscheid aufzwingen können - eingesetzt werden, um eine höhere Teilnahme an einer Umschuldung der griechischen Staatsschulden zu erreichen. Das könnte jedoch Risikoausfallversicherungen (CDS) auslösen und zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führen. Der Euro-Stoxx-50 verliert gegen 12.30 Uhr 0,5 Prozent oder 11 auf 2.424 Punkte, der Stoxx-50 gibt um 0,4 Prozent bzw 10 auf 2.449 Zähler nach.

Rohstoffwerte leiden unter Wachstumsabschwächung

Die Rohstoffwerte geben mit minus 1,1 Prozent etwas stärker nach. Marktteilnehmer sehen in den chinesischen Wirtschaftsdaten den Grund für die Verluste. Denn der HSBC-Einkaufsmanagerindex für China deutet auf eine weitere Abschwächung hin. Er hat zum dritten Mal in Folge unter der Expansionsschwelle gelegen. Auch Ölwerte, die um 1,6 Prozent sinken, und Bauwerte mit 1,4 Abschlag, leiden unter diesen Aussichten.

Doch es gibt auch Hoffnung, dass es so schlimm nicht kommen wird. Die Daten könnten die Chinese zu geldpolitischen Lockerungen veranlassen. Wei Yao von der Societe Generale erwartet weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur. ThyssenKrupp kommen nach der Absage an eine Schließung der Werke in Brasilien und den USA unter Druck. "Besonders das Werk in Brasilien steckt aber so voller technischer Probleme, dass man es eigentlich nur verkaufen oder schlimmstenfalls schließen kann", sagt ein Händler. ThyssenKrupp büßen 1,8 Prozent auf 20,57 Euro ein.

Bankensektor bleibt den Launen des Marktes ausgesetzt

Der europäische Bankensektor schwankt stark, hat sich aber zunächst für leichte Gewinne von 0,3 Prozent entschieden. Im Handel ist von Nervosität angesichts der laufenden Gespräche in Griechenland die Rede. Jede Ankündigung einer Einigung Griechenlands mit den Privaten Gläubigern auf eine Umschuldung werde von den Märkten positiv interpretiert, sagt George Saravelos von der Deutschen Bank. Das Wichtigste aus Marktsicht ist es, eine ungeordnete Insolvenz zu vermeiden. Gelöst ist die europäische Schuldenkrise damit aber noch lange nicht. Es sei unklar, wie der Bankensektor in Zukunft Geld verdienen wolle, meint ein Händler. Gefragt sind die Aktien französischer Banken. Societe Generale steigen um 4,2 Prozent auf 20,93 Euro, BNP Paribas rücken um 1,2 Prozent auf 35,11 Euro vor.

Aus den USA sind zahlreiche Zahlen der großen Technologiewerte veröffentlicht worden. Eine klare Tendenz hat sich daraus nicht ergeben. Während die Google-Zahlen enttäuscht haben und die Aktien von den Anlegern mit starken Abgaben bedacht worden sind, ist die Reaktion auf die Zahlenwerke von Intel und IBM positiv ausgefallen. Der europäische Technologiesektor tritt auf der Stelle. Klare Tendenzen bei den Einzelwerten sind nicht auszumachen.

DJG mif raz

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January 20, 2012 06:51 ET (11:51 GMT)

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