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750000
Donnerstag, 07. Juni 2012 | 17:45
LONDON (Dow Jones)--Europas Stahlhersteller wollen sich gegen die von der Europäischen Kommission festgelegte Benchmark für die Zuteilung von Kohlendioxid-Emissionsberechtigungen wehren. Nachdem ein EU-Gericht die Klage abgewiesen habe, würden die Konzerne nun vor die Gerichte der einzelnen Mitgliedsstaaten der Union ziehen, wie der Verband der europäischen Eisen- und Stahlindustrie Eurofer mitteilte.
Über die Beschwerde gegen die Zuteilung der CO2-Zertifikaten auf Basis der Emissionsmaßstäbe müsse zunächst von einem nationalen Gericht geurteilt werden, so Eurofer. Erst nach einem nationalen Urteil könne der Fall dann an ein europäisches Gericht verwiesen werden. Dies sei zwar eine Verzögerung, die Stahlproduzenten würden aber nun aktiv.
Mit einem Urteil sei grundsätzlich nicht vor Inkrafttreten der Richtlinie zum Europäischen Emissionshandel am 1. Januar 2013 zu rechnen. Die Zertifikate würden deshalb nun auf Basis der von der Kommission festgesetzten Benchmark vergeben. "Wenn allerdings ein Gerichtsverfahren auf nationaler Ebene erfolgreich ist, muss die Kommission möglicherweise ihre Benchmark nachträglich ändern", so Eurofer.
Die Vergabe müsse so gestaltet sein, dass die effektivsten Anlagen auch ausreichend Zertifikate für alle ihre Emissionen erhielten. Dies müsse auf rund fünf von einhundert Unternehmen zutreffen. "Das ist eindeutig nicht der Fall bei den von der Kommission festgesetzten Benchmarks", so Eurofer.
-Von Alex MacDonald, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com
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(END) Dow Jones Newswires
June 07, 2012 13:45 ET (17:45 GMT)
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