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DJ Dt Bank Ackermann: Müssen Europa zusammenhalten

ISIN: DE0005140008
WKN: 514000

Donnerstag, 02. Februar 2012 | 11:10

FRANKFURT (Dow Jones)--Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat sich vehement gegen Austritte aus der Euro-Zone ausgesprochen - egal von welchem Land. "Wir müssen alles tun, um Europa als Ganzes zusammenzuhalten", sagte der Banker am Donnerstag.

In den Verhandlungen um den Schuldenschnitt bei Griechenland hätten die privaten Gläubiger ein umfassendes Angebot vorgelegt. "Dies ist offenbar noch nicht genug", sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der an der Spitze des Internationalen Bankenverbandes (IIF) steht und somit eng in die Verhandlungen um den Schuldenschnitt eingebunden ist. Er forderte erneut, dass sich alle Gläubiger an dem Schuldenschnitt beteiligen müssten.

Die Beteiligung der öffentlichen Gläubiger scheint derzeit einer der Zankäpfel bei den Verhandlungen zu sein. Je länger IIF und Griechenland über den Erlass von etwa 100 Milliarden Euro privater Schulden und die Verzinsung der Restschuld feilschen, desto lauter werden Forderungen, auch öffentliche Schuldner wie die Europäische Zentralbank mögen sich an einer Verringerung der Schuldenlast beteiligen.

Derzeit wird nach Informationen von Dow Jones Newswires überlegt, die Zinsen auf Kredite von 80 Milliarden Euro zu reduzieren, die das Land im Rahmen des ersten Rettungspakets bis 2013 erhalten wird. Bisher hat Griechenland aus diesem Paket 52,9 Milliarden Euro bekommen und demnächst steht die Auszahlung weiterer 27,1 Milliarden Euro an. Schon zu einem früheren Zeitpunkt ist die Verzinsung dieser Kredite von vier auf drei Prozent verringert worden.

Gebremst wird die Einigung über ein neues Hilfsprogramm auch vom Streit darüber, wie eine zusätzliche Finanzierungslücke in Höhe eines zweistelligen Milliardenbetrags geschlossen werden soll - ob durch einen höheren Kredit oder durch zusätzliche Sparmaßnahmen. Der Grund ist, dass die Finanzlage Griechenlands unter anderem wegen der unerwartet starken Rezession schlechter aussieht, als im Oktober 2011, beim Grundsatzbeschluss über das neue Programm, angenommen.


-Von Alexandra Edinger, Dow Jones Newswires,
+49 69 29 725 112, alexandra.edinger@dowjones.com
(Hans Benzin hat zu diesem Artikel beigetragen)
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February 02, 2012 06:10 ET (11:10 GMT)

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