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DE0005140008
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514000
Freitag, 15. Juni 2012 | 15:38
Von Madeleine Nissen
FRANKFURT--Die Deutsche Bank schließt zwei Tage vor der Wahl ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone in ihrem Basisszenario nicht mehr aus. Dies begründete die Bank mit der "hohen Unsicherheit, die mit dem griechischen Drama verbunden" sei. "Zusammen mit sich weiter verschärfenden Problemen bei der Kreditversorgung in der Peripherie wird dies zu rückläufigem EWU-BIP in den kommenden Quartalen führen", heißt es in einer Studie.
Dagegen hatte Finanzvorstand Stefan Krause noch am Vortag betont, die Deutsche Bank rechne nicht mit einem Euro-Austritt Griechenlands. Zwar seien intern mögliche Konsequenzen eines Euro-Austritts durchgesprochen worden, jedoch mit der Überzeugung einer "sehr, sehr geringen Wahrscheinlichkeit".
Der Ton in der Studie klingt nun weniger zuversichtlich: Der aktuelle Einbruch der Vertrauensindikatoren deute an, dass auch die deutsche Konjunktur nach dem überraschend starken Zuwachs im ersten Quartal deutlich moderater expandieren dürfte. Die Deutsche Bank erwartet für das laufende Jahr einen BIP-Anstieg von 0,8 Prozent und bleibt für 2013 mit 1 Prozent weiterhin deutlich vorsichtiger als der Markt. Die anhaltende fiskalische Konsolidierung in der Eurozone und schwächer als bislang angenommenes Wachstum im Rest der Welt werde die deutsche Wirtschaft weiterhin belasten, so die Prognose.
Die Folgen eines Euro-Ausstiegs sind nach einhelliger Meinung unkontrollierbar. Daher waren alle Akteure bislang bemüht - von der Politik bis hin zu der Finanzaufsicht und den Banken - keine Panik auszulösen. Die Risiken eines potenziellen Euro-Austritts seien angesichts der Folgewirkungen sehr hoch, hatte auch Krause am Rande betont. "Wir wissen nicht, wie dann die Dominosteine fallen werden", erklärte er. Letztendlich müsse das gesamte Finanzsystem die Maßnahmen, die in Griechenland getroffen werden, implementieren.
Kontakt zur Autorin: madeleine.nissen@dowjones.com
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June 15, 2012 11:38 ET (15:38 GMT)
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