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DE0007236101
WKN:
723610
Sonntag, 20. Mai 2012 | 10:41
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bahn fordert für die verspätete Auslieferung von 16 ICE-3-Zügen Schadensersatz von der Herstellerfirma Siemens. Nach Informationen von Bild am Sonntag aus Industriekreisen handelt es sich um eine Summe zwischen 45 und 50 Millionen Euro. Die Züge hätten schon 2011 bei der Bahn fahren sollen. Nach einjähriger Verzögerung will Siemens in diesem Jahr acht bis zehn ICE-3-Zuge an die Deutsche Bahn ausliefern. Sie sollen im Dezember zum Winterfahrplan fahren.
Zunächst hätten Bahn-Chef Rüdiger Grube und Siemens-Chef Peter Löscher wegen der Lieferprobleme auch über einen 17. Gratis-ICE verhandelt. Siemens hat nach Ansicht von Bahn-Experten massive Probleme mit Zulieferfirmen des Hochgeschwindigkeitszugs.
Ein Siemens-Sprecher sagte auf Anfrage von Dow Jones Newswires, er habe keine neuen Erkenntnisse zu den Verhandlungen zwischen der Bahn und Siemens. Verhandelt werde über eine Barpönale oder einen 17. Zug. Die Kosten für einen Zug lägen bei rund 30 Millionen Euro und ein Betrag in dieser Größenordung sei seit dem ersten Quartal auch bereits verbucht. Woher die genannte Summe von 45 bis 50 Millionen Euro komme, erkläre sich ihm nicht.
DJG gos
(END) Dow Jones Newswires
May 20, 2012 06:41 ET (10:41 GMT)
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