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DJ Autokonzerne wollen 4,5 Mrd USD in Russland investieren - Kreise

ISIN: DE0007100000
WKN: 710000

Dienstag, 31. Mai 2011 | 15:02

MOSKAU (Dow Jones)--Russlands boomender Automarkt zieht zunehmend Investitionen aus dem Ausland an. Sechs Autokonzerne verhandeln laut Kreisen derzeit mit der russischen Regierung über gemeinsame Investitionen mit ihren lokalen Partnern von insgesamt 4 Mrd bis 4,5 Mrd USD in den kommenden drei bis vier Jahren. Im Gegenzug sollten Volkswagen, Ford und Co bis 2020 von Importzöllen auf Bauteile befreit werden bzw nur minimale Einfuhrgebühren zahlen, sagte eine informierte Person am Dienstag.

Bis zum morgigen 1. Juni habe die Regierung den Konzernen Zeit gegeben, um ihre Pläne zur Erweiterung oder zum Bau neuer Anlagen in Russland vorzulegen. Die Gesamtsumme der geplanten Ausgaben könne bereits am Mittwoch offiziell verkündet werden.

Die Volkswagen AG und General Motors verhandeln demnach noch über die letzten Einzelheiten. Die Ford Motor Co habe ihren Investitionsplan über 1,4 Mrd USD bereits eingereicht, der den Bau von drei Werken vorsehe. Noch in Gesprächen mit der Regierung seien der russische Konzern OAO AvtoVAZ, die zu 25% an AvtoVAZ beteiligte französische Renault SA, Nissan Motor Co sowie der russische Lkw-Hersteller Kamaz und die Daimler AG. Jedes dieser Unternehmen wolle jeweils rund 1 Mrd USD investieren, sagte die Person weiter.

Russlands Automarkt hat sich rasant von der globalen Wirtschaftskrise erholt. Die Absätze legten 2010 um 30% auf 1,9 Mio Fahrzeuge zu. Laut Schätzungen von Boston Consulting Group soll der Markt bis 2015 auf 3,5 Mio Einheiten anwachsen und 2020 die Absatzmarke von 4 Mio erreichen. Damit wäre Russland dann der weltweit sechstgrößte Automarkt. Derzeit ist das Land auf Platz 10.

Volkswagen und Renault lehnten eine Stellungnahme ab. Weder General Motors noch das russische Wirtschaftsministerium konnten kurzfristig erreicht werden.


-Von Nadia Popova, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com
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May 31, 2011 11:02 ET (15:02 GMT)

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