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514000
Donnerstag, 02. Februar 2012 | 15:29
FRANKFURT (Dow Jones)--Vorhang auf für die Ackermann-Show. Gewohnt souverän dirigierte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann die Bilanzpressekonferenz am Donnerstag. Die meisten der Fragen der Journalisten beantwortete der Bankchef höchstpersönlich. Ab und an musste der designierte Co-CEO-Nachfolger Anshu Jain ran. Wenn gerufen, gab Jain auf Englisch kurz und knapp Auskunft - ohne zu sehr ins Detail abzudriften.
Auch Finanzvorstand Stefan Krause musste kurz antreten und Details zu Fragen liefern. Die restlichen neun Vorstände - unter ihnen der zweite Co-CEO-Nachfolger Jürgen Fitschen - blieben gepflegt im Hintergrund.
Es ist Ackermann, der die Fragen nach den entstandenen Verlusten beantwortet. Ackermann, der für Jain in die Bresche springt und feststellt, dass man mit den Ergebnissen im Investmentbanking nicht zufrieden sein könne. Ackermann, der einräumt, dass man sich entschlossen habe, bereits jetzt die Kosten für Prozesse in der Bilanz einzupreisen und damit einen Vorsteuerverlust von 351 Millionen Euro im vierten Quartal zu provozieren. Ackermann - das Gesicht der Deutschen Bank. Er, der persönlich das Verpassen des Ziels eines Rekordvorsteuergewinns von 10 Milliarden Euro in sein Buch schreibt.
Kein schlechter Schachzug, möchte man denken. Ermöglicht Ackermann doch seinen beiden Nachfolgern einen relativ unbeschadeten Anfang, indem er die Aufmerksamkeit auf sich zieht und die Verantwortung übernimmt. Klar, solange die Märkte nicht anspringen, wird Jain immer das Stigma "Verluste im Investmentbanking" tragen. Aber mit dem jetzt vorgelegten Verlust und dem moderat erfolgreichen Abschluss 2011 ist das Potenzial nach oben für das designierte Führungsteam an der Spitze der Deutschen Bank viel größer - Krise hin oder her.
Zum Schluss der Ackermann-Show stellte der scheidende Banker noch klar, dass es zu seinem Abschied keine großen Feierlichkeiten geben werde. "Ich mag mich nicht zelebrieren", sagte er. Nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen, daran wird sich Ackermann gewöhnen müssen.
-Von Alexandra Edinger, Dow Jones Newswires,
+49 69 29 725 112, alexandra.edinger@dowjones.com
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February 02, 2012 10:29 ET (15:29 GMT)
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