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Jetzt anmeldenFreitag, 07. Mai 2010 | 14:43
Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob uns in den nächsten Jahren tatsächlich ein dramatischer Lithium-Engpass drohen wird, was den Preis und damit die Aktien von Lithiumexplorern- und Produzenten in die Höhe schießen lassen würde.
Noch im Jahr 2006 wurde für eine Tonne Lithiumcarbonat, dem Ausgangsstoff für die Lithiumgewinnung, 2.300 US$ pro Tonne gezahlt, mittlerweile liegt der Wert knapp über 6.000 US$.
Eine Studie von Keith Evans geht von weltweiten Reserven in Höhe von 28,4 Mio. Tonnen Lithium (150 Mio. Tonnen Li-Carbonat) aus. Die erschließbaren Reserven liegen hingegen in Wahrheit nur bei 4 Mio. Tonnen Lithium (21 Mio. Tonnen Li-Carbonat), so die französische Beraterfirma Meridian International (Die 58-seitige Studie liegt mir vor, Link unter dem Artikel). Die Konzentration in den Salzseen schwanke so stark, dass sich nur ein Teil kommerziell auswaschen lasse. Die aktuelle Fördermenge von 93.000 Tonnen könne daher bis 2015 auf höchstens 200.000 Tonnen ausgeweitet werden, argumentiert Meridian. „Die geplanten und möglichen Produktionssteigerungen reichen nicht aus, um den Bedarf von Elektronik- und Autoindustrie zu decken“, warnt die Studie. Im Jahr 2015 stünde dann gerade mal genug Lithium für 1,5 Millionen Motoren zur Verfügung – so viele Hybridfahrzeuge hat aber Toyota bis heute schon abgesetzt.
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