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Wir brauchen eine VerAPPLEung der Politik! (Bericht vom 16.01.2012)

Dienstag, 31. Januar 2012 | 15:31

So schnell kann es gehen. Noch am Freitagvormittag hat alles positiv ausgesehen und dann verdirbt uns die US Rating Agentur Standard & Poor´s die Stimmung. Aber wen wundert’s? Sind wir doch einmal ehrlich: Keiner dieser Staaten sollte ein Triple „A“ haben. Alle Staaten, darunter auch Deutschland, sind deutlich überschuldet und die Ratingagenturen sind einfach wieder einmal der Geschichte hinterher. Viel wichtiger ist aber, wie man jetzt darauf reagiert. Ist der Druck endlich so groß, dass wirklich Reformen gemacht werden oder wird wieder alles nur schöngeredet.
Egal wohin wir hören, wenn man in der Politik von Reformen spricht, geht es eigentlich nur um Steuererhöhung, aber wir zahlen schon so viel, dass wir einfach an einem Punkt angekommen sind, wo es nicht mehr so einfach ist, uns das Geld aus den Taschen zu ziehen. Es müssen echte Reformen her und dies kann nur bedeuten, dass unser Staatsapparat effizienter werden muss. Es gibt so viele Gesetze, Gebühren und Steuern, die in der Administrierung und Einbringung mehr Geld kosten als sie letztlich einbringen. Solche Gesetze sind nur ein Beschäftigungsprogramm für Beamte. Aber dieses Beschäftigungsprogramm können wir uns derzeit nicht leisten. Es muss auch die Frage erlaubt sein: Welche Aufgabe hat der Staat?
„Von der Wiege bis zur Bahre“ – eine rundum Vollversorgung kann sich kein Staat leisten. Jeder Bürger hat eine gewisse Selbstverantwortung, die ihm auch übertragen werden muss.
Viele Gesetze sind auch schon so kompliziert, dass sie in sich widersprüchlich sind und daher wieder neue Gesetze benötigen, die diese Widersprüche aufheben. Jede Regierung produziert jedes Jahr soviel Papier und Gesetze, dass man fast meinen könnte, es gibt eine Prämie für die Abgeordneten und Minister, wenn sie mehr Gesetze und Papier produzieren als im letzten Jahr. Das kann doch alles nicht WAHR sein. Irgendwann muss damit Schluss sein. Das Gebot der Stunde muss sein: Vereinfachung. Jeder muss wissen wofür er seine Steuern bezahlt, warum es für welche Dinge Gesetze gibt und diese Gesetze auch verstehen können!
Wir brauchen die VerAPPELung der Politik!
Apples Erfolgsgeheimnis ist, dass die Produkte einfach in der Handhabung, also intuitive, sind. Jeder Kanzler und Politiker sollte sich daran ein Beispiel nehmen. Wir brauchen intuitive Gesetze, die jeder verstehen und handhaben kann und das beginnt beim Steuersystem.
Etwas Positives aus dieser Abstufung gibt es jedoch. Der Euro ist gegenüber dem US$ so tief wie schon seit 1,5 Jahren nicht mehr. Das macht unsere Exporte gegenüber nordamerikanischen aber auch chinesischen Produkten deutlich konkurrenzfähiger. Somit können wir zumindest mit einer deutlichen Belebung der Exportindustrie rechnen.
Ich werde morgen nach Vancouver fliegen, um an zwei Messen im Rohstoffbereich teilzunehmen. Ich bin gespannt, was es neues geben wird.
Vorher werde ich aber noch versuchen meine Empfehlungsliste für 2012 fertig zu stellen.
Auf eine spannende Börsenwoche!
Kurs auf
Ihr
Joachim Brunner
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Achtung: Dieser Börsenbrief stellt nur die persönliche Meinung von Joachim Brunner dar und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich.
Joachim Brunner ist Berater des First Junior Zertifikates (WKN LS1JEX) und des Fonds PI global one (WKN 0A0636) und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Portfolio Invest in Salzburg. Es ist daher möglich, dass sich die in diesem Artikel beschriebenen Aktien im Fonds/Depot bzw. dem dazugehörigen Index befinden.
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