Abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter! Somit entgehen Ihnen keine Nachrichten von den 4 wichtigsten Agenturen und von über 20 Börsenbriefen.
Jetzt anmeldenDienstag, 30. August 2011 | 09:41
Nicht nur draußen herrscht eine brütende Hitze, auch scheint es so, dass die Hitze den Handel an den Märkten lähmt. Was nach den turbulenten letzten Wochen durchaus eine angenehme Nebenerscheinung wäre.
Es könnte aber auch die Ruhe vor dem Sturm sein, denn der Rebound nach der Kursschwäche ist ausgesprochen mager ausgefallen und das ist eigentlich ein Zeichen dafür, dass der Markt weiterhin zu Schwäche neigt.
Gold konnte heute erstmalig die Marke von 1.900 US$ pro Unze durchbrechen, verlor aber im Tagesverlauf wieder. Gold ist für mich, wie bereits geschrieben, der perfekte Vertrauensindikator in das System. Steigt Gold weiter, werden auch die Turbulenzen an den Märkten weiterhin sehr hoch sein.
Eigentlich ist die Marktsituation „pervers“. Die Leute flüchten aus Aktien in Anleihen und hier vor allem in Staatsanleihen, obwohl jeder weiß, dass diese Staaten auf einem Riesenberg Schulden sitzen und es mehr als fraglich ist, ob sie diesen auch jemals bedienen können. Für mich ist daher ein Investment in Staatsanleihen mindestens genau so risikoreich wie ein Investment in gute Aktien.
Es wird irgendwann der Punkt kommen, wo die Masse der Anleger das realisieren und dann fluchtartig den Anleihemarkt verlassen wird. Dieser Zeitpunkt wird dann zu einem Investmentnotstand der Extraklasse führen. Denn bis auf den Währungsmarkt ist kein Markt so groß wie der Anleihenmarkt. Dann wird die Zeit der sogenannten „Blue Chip“ Werte kommen. Es wird zu einer fulminanten Hausse an den Aktienmärkten kommen, dass alles Bisherige in den Schatten stellen wird.
Jedoch ist es jetzt noch nicht soweit, daher müssen wir noch warten. Gold ist somit derzeit die einzige Ankerwährung, die Stabilität verspricht. Aber Vorsicht, so eine Stabilität belebt die Begierde der Politiker, dieses Schlupfloch des Finanzsystems zu schließen.
Auf die Frage von vielen Abonnenten ob Gold nicht jetzt doch schon viel zu hoch ist, kann ich daher nur eines antworten: ja, der Goldpreis ist hoch, aber die Schuldenberge sind höher und daher hat Gold noch Potential. Denn Gold ist kein Versprechen einer Regierung oder Notenbank, sondern Gold ist die Währung des Marktes.
Kurs auf
Ihr
Joachim Brunner
Damit Sie den Smallcap Investor auf jeden Fall erhalten, tragen Sie unbedingt "Redaktion Smallcap-Investor" mit der E-Mail-Adresse "redaktion@smallcap-investor.de" als Kontakt in Ihr Adressbuch ein!
|