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Jetzt anmeldenMontag, 27. Februar 2012 | 13:41
Bericht vom 21.02.2012
Heute Nacht wurde der Schuldenschnitt für die privaten griechischen Anleihen und die Griechenlandhilfe der EU beschlossen. Die EU-Hilfe liegt bei den letztes Jahr schon beschlossenen 130 Mrd. Euro. Der Schuldenschnitt wurde auf 53,5 % erhöht. Dabei sollen die „alten“ Anleihen in „neue“ Anleihen mit einer Laufzeit zwischen 11 und 30 Jahren umgeschuldet werden. Der Zinssatz liegt zwischen 2 % und 4,3 %. 30 Mrd. dieser neuen Anleihen werden von internationalen Geldgebern bzw. durch den EU-Rettungsschirm abgesichert.
Mit diesem Schuldenschnitt und der nächsten EU-Hilfe wurde das Thema Griechenland einmal entschärft, jedoch bei Weitem nicht behoben. Griechenland wird uns auch in den nächsten Wochen noch massiv in den Schlagzeilen verfolgen. Erst wenn es gelingt, dass die Griechen tatsächlich Strukturreformen durchführen haben sie eine Chance. Leider gibt es in Griechenland kaum eine Industrie und der Tourismus ist auch zu schwach, um das Land zu stützen. Eine Beamtenquote von 25 % bis 30 % ist einfach zu hoch, das kann langfristig nicht funktionieren. Stellen Sie sich einfach nur vor, dass mindestens jeder vierte Bürger beim Staat arbeitet. Da müsste jeder, der in der Privatwirtschaft arbeitet, fast 50 % Steuern zahlen, nur dass der Staat überhaupt die Beamten zahlen kann. Dass der Staat aber auch dann noch Geld braucht, um seine Aufgaben zu erfüllen, wie Pensionen, Krankenhäuser, Straßen, Militär usw. zu zahlen, ist auch klar. Also mit einer Beamtenquote von 25 % bis 30 % ist das nicht machbar.
Wir werden sehen, was uns also die nächsten Wochen bringen. Eines ist auf jeden Fall klar: Der Einfluss Griechenlands auf die Börsen war in den letzten Wochen sehr gering und wird weiterhin abnehmen. Viel wichtiger ist, wie der nächste EZB-Tender von den Banken angenommen wird. Dieser wird nächste Woche gegeben. Wenn das Volumen wieder bei über 300 Mrd. Euro liegt, sollte der Aktienmarkt abermals deutlich zulegen können.
Somit sollte uns in den nächsten Wochen noch eine freundliche Börse erwarten. Da wir nahezu voll investiert sind, warten wir derzeit noch ab, werden jedoch im DAX-Bereich von 7200 bis 7500 deutlich vorsichtiger. Daher werden wir dann in diesem Bereich eher wieder Liquidität aufbauen.
Tembo Gold geht heute wahrscheinlich an die Börse
Wie Sie schon wissen, war ich letztes Wochenende auf Einladung von Tembo Gold für drei Tage in Tansania, um mir deren Projekt anzusehen und wie ich Ihnen schon geschrieben habe, schaut dieses ausgesprochen vielversprechend aus. Wie wir aus gut unterrichteten Kreisen gehört haben, soll heute der erste Handelstag an der TSX-V unter dem Symbol TEM sein.
Außerdem habe ich auf meinem Trip mit teilnehmende Personen und Analysten einige Interviews geführt. Zwei davon möchte ich Ihnen heute präsentieren:
Interview mit Kai Hoffmann – IR-Manager von Tembo Gold in Deutschland:
http://www.youtube.com/watch?v=eSb1_PfghVQ
Interview mit Stefan Bender – Chefredakteur MiningScout
http://www.youtube.com/watch?v=MkU_qdnQgxg
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Ansehen. Ich werde nächste Woche noch einige interessante Videos nachliefern.
Viel Spaß heute noch am Faschingsdienstag! Lassen Sie es krachen, denn die Börse war gut zu uns in den letzten Wochen.
Kurs auf
Ihr
Joachim Brunner
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Joachim Brunner ist Berater des First Junior Zertifikates (WKN LS1JEX) und des Fonds PI global one (WKN 0A0636) und Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Portfolio Invest in Salzburg. Es ist daher möglich, dass sich die in diesem Artikel beschriebenen Aktien im Fonds/Depot bzw. dem dazugehörigen Index befinden.
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